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Zwischen Markus Gisdol und Josep Guardiola gibt es keine Spannungen.

Zwischen Markus Gisdol und Josep Guardiola gibt es keine Spannungen. © Uli Deck

Fußball

Gisdol telefoniert nach Vorwürfen mit Guardiola

Hoffenheims Trainer Markus Gisdol hat sich nach den Vorwürfen einer Vorzugsbehandlung von Pep Guardiola durch die Bundesliga-Schiedsrichter bei seinem Münchner Kollegen gemeldet.

München. "Er hat mich angerufen", berichtete Bayern-Coach Guardiola am Freitag. Über den Inhalt des Telefonats verriet der Spanier nichts Konkretes, versicherte aber: "Es ist alles in Ordnung. Es gibt keine Probleme." Gisdol war es offenbar wichtig, das Verhältnis zum Spanier Guardiola nicht dauerhaft zu belasten.

Es sei ein gutes GEspräch gewesen, sagte auch Gisdol. Auch mit etwas Abstand sieht er sich in seiner Schiedsrichter-Kritik im Recht. Er habe vielleicht etwas weniger impulsiv reagieren sollen, erklärte Gisdol. "Sachlich stehe ich aber weiter dazu", meinte der 1899-Coach.

Gisdol war am Mittwoch beim 1:1 von 1899 Hoffenheim gegen Borussia Dortmund von Referee Tobias Welz auf die Tribüne verwiesen worden. Er hatte sich nach einer Abseitsentscheidung heftig bei Linienrichter Rafael Foltyn beklagt und diesem an den Arm gelangt.

Der 46-Jährige war am Mittwoch beim 1:1 von 1899 Hoffenheim in der Fußball-Bundesliga gegen Borussia Dortmund von Referee Tobias Welz auf die Tribüne verwiesen worden. Gisdol hatte sich nach einer Abseitsentscheidung heftig bei Linienrichter Rafael Foltyn beklagt und diesem auch an den Arm gelangt.

Nach dem Spiel sprach ein erregter Gisdol im Zusammenhang mit seinem Platzverweis von einem Guardiola-Bonus: "Wenn Guardiola zehnmal den Schiedsrichter anfasst und den Linienrichter umarmt und die Bibiana Steinhaus in den Arm nimmt und ihr was ins Ohr flüstert, egal was, dann wird nicht reagiert. Ich fass' den einmal kurz an und flieg auf die Tribüne."

Guardiola reagierte sachlich: "Schon bei meiner Periode beim FC Barcelona hieß es aus Madrid, ich hätte einen Bonus." Das glaube er jedoch nicht. Er wisse aber, dass er sich manchmal am Spielfeldrand nicht korrekt verhalten habe und sich kontrollieren müsse. "Manchmal verliere ich in der Emotion meine Position an der Linie", sagte Guardiola. Der Katalane hob jedoch hervor, dass er sich nach Spielen niemals öffentlich über Schiedsrichter und Fehlentscheidungen beklage und mit seinen Trainer-Kollegen in der Bundesliga ein gutes Verhältnis pflege, "auch mit Markus".

dpa


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