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Hoffenheims Trainer Markus Gisdol hat eine neue Mannschaft gebaut.

Hoffenheims Trainer Markus Gisdol hat eine neue Mannschaft gebaut. © Uwe Anspach

Fußball

Gisdol baut Hoffenheim um - Ziel: Oberes Mittelfeld

Markus Gisdol kann es kaum erwarten. Nach einem dreiwöchigen Urlaub geht der Trainer der TSG 1899 Hoffenheim voller Energie an den Aufbau einer schlagkräftigen Truppe, die mit einem neuen Gesicht in der kommenden Bundesligasaison für Furore sorgen soll.

Frankfurt/Main. "Meine Vorfreude ist riesengroß auf diese Mannschaft, die sehr viele entwicklungsfähige und hungrige Spieler hat. Es ist aber auch eine brutal junge Mannschaft, weshalb wir alle sehr gespannt sind, was wir mit ihr auf den Weg bringen können", sagte Gisdol.

Am Montag ist er mit seinen Schützlingen ins Trainingslager nach Westerburg aufgebrochen, wo trotz der momentan tropischen Hitze die konditionellen Grundlagen für eine erfolgreiche Spielzeit 2015/16 gelegt werden sollen. Nach der knapp verpassten Teilnahme an der Europa League will der Vorjahres-Achte wieder mindestens im oberen Mittelfeld mitmischen.

"Unsere grundsätzliche Aufgabe muss es sein, hinter den großen Sechs die bestmögliche Position zu beziehen. Es ist vieles möglich. Aber es kann sein, dass es eine Zeit lang dauert, denn die neue Mannschaft muss sich erst finden. Deshalb können die nächsten Wochen sehr interessant werden", erklärte Gisdol.

Er hat dem Dorfclub aus dem Kraichgau ein sportliches Facelifting verpasst, das aus seiner Sicht zwingend notwendig war. Kapitän Andreas Beck ging ebenso von Bord wie Sejad Salihovic oder Roberto Firmino, der mit seinem Wechsel für rund 40 Millionen Euro nach Liverpool für einen Bundesliga-Rekordtransfer sorgte.

"Wir sind jetzt acht Jahre in der Bundesliga. Nach solch einer Zeit ist es ganz normal, dass man das Gesicht der Mannschaft verändert. Das ist bei anderen Bundesligisten auch der Fall, aber die sind schon ein paar Jahre länger dabei und haben diesen Prozess schon öfter durchgemacht. Bei uns ist das erste Mal in dieser Form", begründete Gisdol die Trennung von langjährigen Leistungs- und Sympathieträgern.

Schon am Ende der vergangenen Saison hatte er intern angekündigt, "dass wir die eine oder andere Veränderung vornehmen müssen. Damit meine ich nicht nur, dass wir auf einigen Positionen die Konkurrenzsituation erhöhen, sondern auch die eingefahrenen Strukturen aufbrechen müssen." Diesen Weg geht der 45 Jahre alte Fußball-Lehrer geradlinig weiter.

Dabei nimmt er auch mögliche Rückschläge in Kauf. Denn ob die Neuen wie Fabian Schär, Pavel Kadebarek, Joelinton oder Mark Uth auf Anhieb die Lücken schließen können, muss sich erst weisen. "Zum jetzigen Zeitpunkt ist die Stärke der Mannschaft schwer einzuschätzen. Da kann man erst in vier, fünf Wochen ein Urteil abgeben. Deshalb sollten wir uns auch alle Optionen offenhalten, wie der Kader am Ende aussieht", meinte Gisdol. Seinem Optimismus tut dies keinen Abbruch: "Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir etwas Gutes zusammenbauen können."

dpa


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