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Frankfurts Trainer Armin Veh kann mit dem einen Punkt leben.

Frankfurts Trainer Armin Veh kann mit dem einen Punkt leben. © Fredrik von Erichsen

Fußball

Frankfurts erster "Hänger" der Saison

Begonnen hatte das Spiel mit dem schnellsten Tor der bisherigen Saison. Doch nach dem 1:1 gegen Fürth steht für Eintracht Frankfurt die Erkenntnis, zum ersten Mal in dieser Saison auch eine schwierige Phase durchzumachen.

Frankfurt/Main. Doch Spieler und Trainer beunruhigt das nicht.

Unmittelbar nach Spielschluss gab es in der Frankfurter Arena die ersten Pfiffe dieser Saison. Doch alles, was von der Haupttribüne an Unmut und Enttäuschung über das 1:1 (0:1) gegen die SpVgg Greuther Fürth zu hören war, wurde genauso schnell wieder von den "Eintracht"-Rufen aus der Fankurve und den Einschätzungen des Trainers übertönt. "Es ist doch ganz normal bei unseren jungen Spielern, dass sie mal einen Hänger haben. Ich bin mit dem Punkt zufrieden", sagte Armin Veh. Eintracht Frankfurt macht in dieser bislang so erfolgreichen Saison zum ersten Mal eine holprige Phase durch - und geht damit betont gelassen um.

"Jetzt sehen alle, dass wir nicht einfach so durch die Liga spazieren", kommentierte auch Kapitän Pirmin Schwegler. Nach exakt 24 Sekunden dieses Aufsteigerduells hatte es zwar genau danach ausgesehen. Doch nicht einmal das schnellste Tor dieser Bundesliga-Saison durch Alexander Meier, zusammen mit Vedad Ibisevic' Treffer beim 2:0 des VfB Stuttgart in Nürnberg, konnte die Eintracht an diesem nasskalten Freitagabend beflügeln. "Das war das erste Spiel, in dem wir läuferisch und spielerisch nicht das gezeigt haben, was wir brauchen, um unser Spiel aufzuziehen", meinte Veh.

Entscheidend war der Nachsatz des Trainers dazu: "Das beunruhigt mich relativ wenig." Denn dass bei der Eintracht nach nur einem Sieg in den vergangenen vier Spielen ein wenig "der Motor stottert" ("Frankfurter Rundschau"), kommt nicht völlig überraschend. "Jeder Gegner stellt sich mittlerweile gut auf uns ein", meinte Schwegler. Und zu den Schwachpunkten des Clubs gehört eben auch, keinen allzu breit besetzten Kader mit 18,19 gleichwertigen Profis zu besitzen.

Wenn wichtige Leistungsträger entweder ausfallen (Carlos Zambrano) oder nicht absolut fit sein (Schwegler), fällt es der Mannschaft schwer, das aufzufangen. Ein gutes Beispiel dafür ist auch Olivier Occean, der im Frankfurter Sturm gesetzt ist, gegen seinen alten Verein aber ein Totalausfall war. "Er hat keinen Rhythmus", erklärte Veh. "Der Junge kommt aus der 2. Liga, kommt in eine neue Mannschaft, dann war er verletzt, dann war er krank. Das war ein unglücklicher Tag für ihn. Aber ich bin überzeugt, dass wir das hinkriegen."

Als nächstes muss die Eintracht zum FC Bayern. Was noch vor zwei Wochen nach einem Topspiel aussah, weckt in Frankfurt mittlerweile Befürchtungen, in der Tabelle wieder weiter nach hinten gereicht zu werden. Veh erinnerte deshalb noch einmal an das eigentliche Ziel des Aufsteigers: "Das bleibt der Klassenerhalt. Dafür haben wir Fürth auf Distanz gehalten. Das ist kein Witz. Das meine ich ernst."

Während die Frankfurter einem schwachen Spiel auf diese Weise noch einen positiven Anstrich gaben, waren die Fürther mit ihrem starken Auftritt nicht ganz zufrieden. "Wir haben uns leider nur mit einem Punkt belohnt", sagte Trainer Mike Büskens. "Wir haben eine hohe Leidenschaft und auch eine gute Spielkultur gezeigt. Ich denke, dass wir hier auch als Sieger hätten vom Platz gehen können."

Nach dem schönen 1:1 von Zoltan Stieber (53.) war der Außenseiter dem Sieg deutlich näher als die Eintracht. Vor allem Gerald Asamoah vergab an diesem Abend gleich zwei dicke Chancen. "Wenn man so ein Geschenk bekommt, muss man es eigentlich auch annehmen", meinte der Ex-Nationalspieler. "Aber wenn man sieht, wie wir heute aufgetreten sind, kann man auch sagen, dass wir in der Liga angekommen sind."

dpa


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