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HSV-Trainer Thorsten Fink will mit seinen Männern Tacheles geredet haben.

HSV-Trainer Thorsten Fink will mit seinen Männern Tacheles geredet haben. © Christian Charisius

Fußball

Fink redet Tacheles & fordert Teamwork gegen Freiburg

Die gute Nachricht für alle HSV-Fans ist: Es kann nur besser werden als beim 2:9 in München. Aggressiv und intensiv wurde die Woche trainiert, beteuern die Profis.

Hamburg. Intern wurde mehrmals Klartext geredet, betont Trainer Thorsten Fink.

Nach zahlreichen Expertentipps in dieser Woche, wie hart er die Hamburger Spieler rannehmen müsse, und dass das Debakel unter Trainer-Legende Ernst Happel sowieso nie passiert wäre, geriet der 45-Jährige in Rage. "Ich mache das, was ich für richtig halte. Intern reden wir Tacheles. Was andere von außen sagen, interessiert mich gar nicht", schimpfte Fink, der das Team auf seine Art formen will.

Der Auftrag für die HSV-Profis ist jedenfalls klar. "Es geht darum, eine Reaktion zu zeigen und die Zweikämpfe anzunehmen", fordert der Coach, "wir kommen übers Teamwork". Keine einzige Gelbe Karte hatten die Hamburger gegen die Bayern kassiert - diese Selbstaufgabe soll der Vergangenheit angehören. Schärfere Töne habe es intern gegeben, bestätigte auch Marcell Jansen, der nach seiner Gelb-Sperre im Heimspiel am Samstag gegen den SC Freiburg wieder dabei ist. Ziemlich gefrustet ist Kapitän Heiko Westermann, der in der "Bild"-Zeitung andeutete, sein Amt möglicherweise zum Saisonende abzugeben.

Besonders in die Pflicht genommen hat der Vorstand den Mannschaftsrat um Rafael van der Vaart und auch Dennis Aogo, doch auch die Youngster haben ihren Anteil am Misserfolg. "Die Älteren können den Jüngeren nicht immer den Hintern pudern", betont Jansen. Mit großen Sprüchen hielten sich die Gescholtenen in diesen Tagen zurück, dafür ging es auf dem Platz zur Sache. Wieder einmal gerieten Slobodan Rajkovic und Heung-Min Son aneinander, dieses Mal aber nur sportlich, als der Serbe hart gegen Südkoreaner eingestiegen war.

HSV-Vorstandschef Carl Jarchow fordert vom Tabellen-Neunten, endlich Flagge zu zeigen und in den verbleibenden sieben Partien Platz sechs zu erreichen. Freiburg liegt mit 39 Punkten einen Zähler vor den Hanseaten und spielt unbekümmert auf. Der einzige HSV-Sieg gegen den SC in den vergangenen fünf Partien war der 2:1-Auswärtserfolg am 16. Oktober 2011 - als Sportdirektor Frank Arnesen einmalig auf der Bank saß.

Fink nimmt nun den zuletzt schwachen Jeffrey Bruma heraus, der voraussichtlich nach Saisonende den Verein verlassen wird. Michael Mancienne kommt zurück, doch in der Zentrale hat der HSV dringenden Einkaufsbedarf. Aus der Startelf fliegen zudem Milan Badelj und Tomas Rincon, Tolgay Arslan wird als alleiniger Sechser auflaufen. Stattdessen spielt Fink mit zwei Stürmern.

Freiburgs Coach warnt vor dem angeschlagenen Gegner und wird sein Team vom 2:0 gegen Mönchengladbach voraussichtlich nicht ändern. In Ex-St.-Pauli-Stürmer Max Kruse kommt mit neun Saisontreffern ein alter Bekannter, der Freiburg nach Saisonende wohl schon wieder zum Ligarivalen Borussia Mönchengladbach verlassen wird.

dpa


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