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2006

FIFA lässt Zweifel an Niersbach-Erklärung aufkommen

DFB-Präsident Wolfgang Niersbach hat erneut beteuert, dass im Zuge der deutschen WM-Bewerbung für 2006 kein Bestechungsgeld geflossen ist. "Wir haben die WM mit lauteren Mitteln bekommen. Die WM war nicht gekauft, das Sommermärchen bleibt ein Sommermärchen", sagte der 64-Jährige am Donnerstag in der Zentrale des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) in Frankfurt/Main.

Frankfurt. Die ominöse Millionen-Zahlung an die FIFA begründete Niersbach mit der Sicherung eines erheblichen Organisationszuschusses seitens des Weltverbandes. Die deutschen WM-Macher hätten 2002 umgerechnet 6,7 Millionen Euro an die FIFA überweisen müssen, um später vom Weltverband umgerechnet 170 Millionen Euro erhalten zu können.

Niersbach hat sich bei seinen Präsidiumskollegen für den mangelnden Informationsfluss im Zusammenhang mit den Korruptionsvorwürfen um die Vergabe des WM-Turniers 2006 an Deutschland entschuldigt. "Ich wusste seit Juni von den Vorgängen. Es ist mein Versäumnis, dass ich die übrigen Mitglieder des Präsidiums nicht früher informiert habe. Das nehme ich auf meine Kappe", erklärte er.

Die FIFA lässt Zweifel an der Erklärung des DFB-Präsidenten Wolfgang Niersbach zum Zweck der Millionenzahlung an den Fußball-Weltverband im Zusammenhang mit der WM 2006 aufkommen. "Es entspricht in keinster Weise den FIFA-Standardprozessen und Richtlinien, dass die finanzielle Unterstützung von WM-OKs an irgendwelche finanziellen Vorleistungen seitens des jeweiligen OKs oder seines Verbandes gekoppelt ist", teilte die FIFA am Donnerstag mit.


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