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Die Verpflichtung von Luis Suárez war legal.

Die Verpflichtung von Luis Suárez war legal. © Toni Albir

Fußball

FIFA bleibt hart: Transferverbot gegen Barça

Nach der 143-Millionen-Offensive in diesem Sommer darf der FC Barcelona für ein Jahr keine neuen Spieler verpflichten. Die FIFA bestätigte das spektakuläre Transferverbot für den spanischen Spitzenclub.

Zürich. Die Katalanen waren im April vom Fußball-Weltverband wegen des Transfers von Minderjährigen zu der drastischen Strafe verurteilt worden. Barça wird das Urteil vor dem Internationalen Sportgerichtshof CAS in Lausanne anfechten und sieht sein Ausbildungszentrum La Masía zu Unrecht an den Pranger gestellt.

Die Berufungskommission der FIFA wies die Einsprüche von Verein und spanischem Verband RFEF ab. Das Verbot gilt damit erstmals in der kommenden Wechselperiode Anfang 2015, weil die FIFA der Berufung des Vereins aufschiebende Wirkung gewährte.

Dadurch konnte Barça in diesem Sommer noch für insgesamt 143 Millionen Euro den deutschen Nationaltorwart Marc-André ter Stegen, den chilenischen Keeper Claudio Bravo, den früheren Schalker Ivan Rakitic, den nach seinem WM-Beißskandal noch gesperrten uruguayischen Starstürmer Luis Suárez und Abwehrmann Jérémy Mathieu verpflichten. Bis Anfang September könnte der Club seinen Luxuskader noch weiter veredeln, dann sind ein Jahr lang keine Neuverpflichtungen erlaubt.

Man sei mit der Strafe "überhaupt nicht einverstanden", teilten die Katalanen mit. Zur Rechtfertigung des Protests vor dem CAS betonte Barcelona in einem Kommuniqué, das Ausbildungszentrum des Vereins (La Masía) sei "ein Vorbild an akademischer, menschlicher und sportlicher Ausbildung". Die Strafe verletzte "den Geist von La Masía", heißt es.

Die FIFA forderte den spanischen Verband auf, "innerhalb eines Jahres sein Regelwerk und das bestehende System bezüglich der internationalen Transfers von Minderjährigen im Fußball" zu "legalisieren", wie es in einer schriftlichen Mitteilung hieß. Zudem muss Barcelona 450 000 Schweizer Franken zahlen. Der RFEF wurde zu einer Geldstrafe von 500 000 Schweizer Franken verurteilt.

Das Urteil hatte vor viereinhalb Monaten für viel Aufsehen gesorgt. Die FIFA wirft Barcelona Verstöße gegen Artikel 19 des "Reglements bezüglich Status und Transfer von Spielern" vor. Der Strafe gingen Untersuchungen der FIFA Transfer Matching System GmbH und der FIFA-Disziplinarkommission voraus.

Barça hatte zuvor die Verpflichtung des 17 Jahre alten Kroaten Alen Halilovic von Dinamo Zagreb bekanntgegeben. Für Debatten sorgte auch der Transfer eines 16 Jahre alten Südkoreaners nach Spanien. Die Ermittlungen betrafen mehrere minderjährige Spieler, die zwischen 2009 und 2013 für Barcelona spielten. Insgesamt soll es sich um die unerlaubten Transfers von zehn Spielern handeln.

Am vergangenen Donnerstag hatte der CAS bereits in einem anderen Fall eine vorausgegangene FIFA-Sanktion weitgehend bestätigt und den Einspruch gegen die viermonatige Sperre für Suárez abgewiesen.

dpa


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