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Weder Köln noch Mainz gelang ein Tor.

Weder Köln noch Mainz gelang ein Tor. © Rolf Vennenbernd

Fußball

FC und FSV trotz 0:0 zufrieden - Trainer sehen Entwicklung

Das torlose Remis zwischen Köln und Mainz stellt beide Trainer einigermaßen zufrieden. Zumal Peter Stöger und Martin Schmidt eine erfreuliche Tendenz ihrer Teams registrieren.

Köln. Fußball-Lehrer Peter Stöger schien dezent missmutig, als er nach der Nullnummer zwischen dem 1. FC Köln und dem FSV Mainz 05 in die Kabine schritt.

Der FC-Trainer indes relativierte diesen äußerlichen Eindruck schnell. "Wir sind in unserer Entwicklung einen Schritt weiter als im Vorjahr", hielt der Österreicher nach dem 0:0 vor 46 700 Zuschauern fest.

Stimmt. Denn trotz der dritten Heimpartie nacheinander ohne Torerfolg hat Vorjahresaufsteiger Köln nach 13 Bundesligaspieltagen mit 19 Punkten die Hinrundenbilanz von 2014/15 (15) längst übertroffen. "Im Grunde ist es in Ordnung", bilanzierte Stöger.

FSV-Chefcoach Martin Schmidt sieht gleichfalls überwiegend positive Ansätze: "Wir haben jetzt zweimal nacheinander zu null gespielt und dreimal nicht verloren." Auch die Mainzer stehen mit 17 Zählern besser da als nach 13 Durchgängen der Vorsaison (16). Jetzt will der Schweizer Schmidt im Derby am kommenden Samstag gegen Eintracht Frankfurt "den Punkt vergolden".

Was den Kölnern im Moment zu Hause fehlt, ist ultimative Torgefahr. Chancen wie die durch Stöger-Landsmann Philipp Hosiner (7. Minute) oder die durch den derzeit indisponierten FC-Torjäger Anthony Modeste bei dessen Pfostenschuss (48.) waren Seltenheiten.

Das Ziel für den FC-Auftritt bei Aufsteiger Darmstadt 98 am Freitag ist für Verteidiger Dominique Heintz klar: "Vorn ein paar Dinger machen." Das war das Manko gegen Mainz in einer Auseinandersetzung, die nach gut 20 Minuten verflachte.

Denn nach einer guten FC-Anfangsphase störten die Mainzer, die nach dessen Knöchelverletzung wieder auf Spielführer Julian Baumgartlinger zurückgreifen konnten, früh und bekamen bei 54 Prozent Ballbesitz in den ersten 45 Minuten mehr Kontrolle. Sie wurden offensiv mutiger - die FC-Abwehr um den von einer Oberschenkelblessur genesenen Nationalspieler Jonas Hector hatte ganz gut zu tun.

Ein Kopfball des Japaners Yoshinori Muto senkte sich auf das FC-Tornetz (31.). Bei den Kölnern, die vor zwei Wochen das Nachbarschaftsduell in Leverkusen mit 2:1 für sich entschieden hatten, dauerte es bis zur 40. Minute, ehe Kevin Vogt in seinem 100. Erstligaspiel Gästekeeper Loris Karius wieder zum Eingreifen zwang.

Wie schon in Spielhälfte eins übernahmen die wegen der Anschläge von Paris nicht mit den eigentlich geplanten Karnevalstrikots angetretenen Kölner zu Beginn der zweiten 45 Minuten das Kommando - glücklos allerdings.

Die Mainzer suchten weiter ihre Chancen nach vorn: Yunus Mallis Flachschuss in der 51. Minute ließ erkennen, dass die Gäste trotz zeitweise zunehmenden FC-Drucks auf einen Sieg aus waren. Zudem erwies sich die Stöger-Elf als zu harmlos, was der Franzose Modeste bei einer völlig missglückten Kopfballchance (73.) und Hector bei einem total danebengehenden Schuss zwei Minuten vor dem Abpfiff bewiesen - so war das torlose Remis ein mehr als gerechtes Resultat.

Spieldaten:

Ballbesitz in %: 48 - 52

Torschüsse: 14 - 7

gew. Zweikämpfe in %: 56,2 - 43,8

Fouls: 14 - 11

Ecken: 6 - 1

Quelle: optasports.com

dpa


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