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SGE-Trainer Armin Veh schnappt sich nach dem Spiel Carlos Zambrano.

SGE-Trainer Armin Veh schnappt sich nach dem Spiel Carlos Zambrano. © Thomas Eisenhuth

Fußball

Eintracht blamiert sich erneut in Aue - Pokal-K.o. beim Drittligisten

Aue entwickelt sich zum Pokalschreck für Eintracht Frankfurt. Wie vor drei Jahren scheiden die Hessen beim FC Erzgebirge aus. Die Elf von Trainer Armin Veh liefert eine enttäuschende Vorstellung ab.

Aue. Bundesligist Eintracht Frankfurt hat sich erneut bei Außenseiter Erzgebirge Aue im DFB-Pokal blamiert. Die Mannschaft von Trainer Armin Veh verlor am Dienstag das Zweitrunden-Spiel beim Drittligisten nach einer enttäuschenden Vorstellung 0:1 (0:0).

Der Verein scheiterte damit wie schon beim Pokal-K.o. vor drei Jahren an Aue. Die Sachsen, für die Max Wegner das Siegtor in der 74. Minute erzielte, zogen dagegen erstmals in ihrer Vereinsgeschichte ins Achtelfinale ein.

Vor 10 750 Zuschauern war im Erzgebirgsstadion von einem Klassen-Unterschied nichts zu sehen. Die Frankfurter präsentierten zwar die reifere Spielanlage und hatten auch mehr Ballbesitz. Die Gastgeber, die noch am Wochenende gegen die Zweitvertretung von Werder Bremen 0:4 verloren hatten, hielten aber mit hoher Lauf- und Einsatzbereitschaft dagegen.

Frankfurts Stefan Aigner wollte das nicht geltenlassen. "Aue war nicht so gut, wir waren so schlecht. Ich habe keine Lust, nach dem Spiel immer hier zu stehen und etwas zu erzählen. Es war einfach ein Scheiß-Spiel von uns", bemerkte der offensive Mittelfeldmann. Aues Routinier Christian Tiffert betonte: "Wir sind zwar eine junge Mannschaft, die noch viel lernen muss, aber heute haben wir uns sehr clever angestellt und sind verdient weitergekommen."

Vor allem im ersten Durchgang hatte Aue gar ein deutliches Plus an Tormöglichkeiten, allerdings erwies sich wieder einmal die Chancenverwertung als großes Manko. Bereits nach zehn Minuten wurde Eintracht-Keeper Lukas Hradecky bei einem Schuss von Simon Skarlatidis erstmals geprüft. Der Schlussmann war aber genauso zur Stelle wie drei Minuten später gegen Simon Handle oder bei einem weiteren Schuss von Skarlatidis (31.). Kurz vor der Pause wäre Hradecky allerdings machtlos gewesen, als Handles Schuss aus halbrechter Position knapp vorbeiging (44.).

Und die Eintracht? Die Frankfurter, die am Wochenende beim 2:1 in Hannover erstmals nach fünf Liga-Spielen wieder ein Erfolgserlebnis verbuchten und daher erneut in den ungewohnten gelben Trikots aufliefen, waren einzig bei einem Schuss von Alexander Meier über das Tor mal gefährlich (14.). Ansonsten enttäuschte die Mannschaft von Armin Veh und präsentierte sich in der Offensive äußerst harmlos.

Dementsprechend brachte Veh zur zweiten Halbzeit auch in Luca Waldschmidt und Bastian Oczipka zwei neue Spieler. Allmählich wurden die Gäste in ihrem Offensivspiel auch ein wenig zielstrebiger und kamen zu klaren Möglichkeiten. Erst war Waldschmidt frei durch, setzte aber den Ball über das Tor (64.). Dann scheiterte Meier aus kurzer Entfernung an Martin Männel (72.). "Ich mache das Tor nicht. Danach fehlte uns das Selbstvertrauen", erklärte der sonstige Goalgetter der Eintracht.

Denn mitten in die beste Frankfurter Phase kam der Schock. Nach toller Hacken-Vorlage von Skarlatidis setzte Wegner den Ball aus halbrechter Position ins Tor. Es war das erste Pflichtspiel-Tor für Aue nach 491 Minuten. Und nur drei Minuten später hatte Wegner sogar die Chance zum 2:0. Eintracht dagegen hatte keine echte Einschussmöglichkeit mehr und verlor völlig verdient.

dpa


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