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Bei der WM sprang Juan Zúñiga im Viertelfinale Neymar brutal in den Rücken.

Bei der WM sprang Juan Zúñiga im Viertelfinale Neymar brutal in den Rücken. © Marius Becker

Fußball

Ein Jahr nach dem Brutalo-Foul: Neymar vs. Zúñiga, Teil 2

Die Augen werden erst recht auf Neymar gerichtet sein. Es ist fast ein Jahr her, dass Brasiliens Fußballstar mit schlimmsten Schmerzen auf dem Rasen lag und eine ganze Nation mit ihm litt.

Santiago de Chile. Es ist fast ein Jahr her, dass er bei einem Foulspiel des Kolumbianers Juan Zúñiga einen Lendenwirbelbruch erlitt. An diesem Mittwoch kommt es zum erneuten Wiedersehen der beiden.

Und es geht um viel: Neymar kann mit seinen Brasilianern einen Riesenschritt Richtung Viertelfinale der Copa América machen. Zúñiga und seinen Kolumbianern droht hingegen bei einer Niederlage das frühe Aus. "Die Ziele sind klar, jetzt müssen wir an Brasilien denken", betonte der kolumbianische Mittelfeldspieler nach dem 0:1-Fehlstart gegen Venezuela.

Neymar erholte sich indessen gut gelaunt nach dem 2:1-Auftaktsieg gegen Peru mit seinen Kollegen am Pool. Längst bestens überstanden ist die schwere Verletzung vom 4. Juli 2014 im WM-Viertelfinale. Bereits im September hatten sich beide in einem Testspiel wiedergesehen und freundschaftlich umarmt. Noch vorher hatte sich Zúñiga für die rüde aussehende Attacke entschuldigt.

Von einem Freundschaftsspiel hat die Begegnung im Estadio Monumental David Arellano in Santiago de Chile nichts. Ohne Punkt und ohne Tor ist Kolumbien Tabellenletzter in der Gruppe C. Die Mannschaft, die wie noch bei der WM vom Argentinier José Pekerman trainiert wird, kann sich keinen Fehltritt leisten. "Ich erwarte gegen Brasilien ein offeneres Spiel", meinte Kolumbiens James Rodriguez. "Sie können mehr auf Angriff spielen." Das wiederum eröffne ihnen Raum. "Das könnte gut für uns sein", meinte der Angreifer von Real Madrid.

Wie gut Neymar mittlerweile drauf ist, bekommt er schon seit Monaten zu spüren. Neymar gewann in Spanien mit dem FC Barcelona die Meisterschaft und den Pokal, zudem mit den Katalanen in Berlin die Champions League.

In Chile soll nun auch mit der Seleção ein Titel her. Es wäre für die brasilianische Mannschaft ein weiterer Schritt auf dem langen Weg der Wiedergutmachung nach der teilweise beschämenden Vorstellung bei der Heim-WM vor einem Jahr, insbesondere nach dem Neymar-Aus. Seit mittlerweile elf Partien ist die Mannschaft aber nun ungeschlagen, unter Trainer-Rückkehrer Carlos Dunga hat der fünfmalige Weltmeister noch keine Partie verloren.

Er wähnt sein Team nicht abhängig von Neymar, die Torquote spricht aber eine andere Sprache. 44 Treffer hat der 23-Jährige bis dato im Nationaltrikot erzielt. Das 1:0 gegen Peru zählt dazu, den zweiten Treffer bereitete Neymar vor. In seinem 65. Länderspiel will Neymar auch wieder jubeln - und nicht wie vor knapp einem Jahr mit Tränen in den Augen und höllischen Schmerzen auf dem Rasen liegen.

dpa


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