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Arturo Vidal (M) und Douglas Costa (r) erzielten die Tore bei Bayerns 2:0-Sieg.

Arturo Vidal (M) und Douglas Costa (r) erzielten die Tore bei Bayerns 2:0-Sieg. © Tobias Hase

Fußball

Dominante Bayern gewinnen Topspiel gegen Mönchengladbach

Die Mini-Flaute ist vorbei. Die Bayern demonstrieren gegen Gladbach eine Hälfte lang mit beeindruckender Dominanz ihre Extraklasse. Ein Torschütze überrascht beim Jubel mit einer ungewöhnlichen Einlage.

München. Der FC Bayern ist in der Bundesliga zur Dominanz zurückgekehrt. Das Topspiel gegen Borussia Mönchengladbach nutzten die Münchner beim 2:0 (2:0) zumindest eine Spielhälfte lang zu einer Demonstration der Stärke.

Arturo Vidal (16. Minute) und Selfie-Jubler Douglas Costa (31.) sorgten am Samstagabend vor 75 000 Zuschauern in der Münchner Fußball-Arena nach zwei Remis wieder für einen Ligasieg. Nach der Pause ließ es der Tabellenführer etwas zu locker angehen. Gladbach wäre fast beim Aluminiumtreffer von André Hahn zurückgekommen (71.).

"Die erste Halbzeit war wirklich sehr gut", sagte Bayern-Trainer Carlo Ancelotti. Am Ende einer Englischen Woche seien nach der Pause auch "die Kräfte ein Thema" gewesen. "Wir haben in der ersten Halbzeit großartig gespielt und in der zweiten das Spiel total unter Kontrolle gehabt. Der Sieg geht total in Ordnung", lobte Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge.

Mit dem Schwung vom 4:1 aus der Champions League gegen Eindhoven legte der deutsche Rekordmeister mit hoher Intensität los. Die Münchner ließen Ball und Gegner laufen, die Gladbacher rannten nur hinter- oder nebenher. Gegen früh störende Bayern mussten die Gäste viele lange Bälle schlagen, die schnell abgefangen wurden. So rollte Angriff auf Angriff auf das Borussen-Tor zu.

"Die erste Halbzeit war eine klare Geschichte. Wir sind überhaupt nicht in die Zweikämpfe gekommen. Wir waren viel zu passiv. Bayern war klar dominierend", monierte Gäste-Coach André Schubert. Bei eigenem Ballbesitz sei sein Team "einfach zu mutlos" gewesen. "Bayern war klar dominierend." Auch Weltmeister Christoph Kramer haderte. "Wir waren irgendwie dabei, aber kamen nie richtig rein", sagte der Mittelfeldmann.

Die erste Spielhälfte wurde zur Aufführung der durch Ancelotti neu ins Team rotierten Stars. Rafinha, der als Ersatz für den geschonten Kapitän Philipp Lahm bei einer feinen Einzelleistung ein noch früheres 1:0 verpasst hatte (9.), legte sieben Minuten später vom rechten Flügel für Torschütze Vidal auf. Der nach einer Sprunggelenksblessur zurückgekehrte Chilene setzte sich dynamisch gegen die schläfrigen Nico Elvedi und Julian Korb durch und köpfte zu seinem ersten Liga-Saisontor ein.

Beim zweiten Tor profitierte der wie Rafinha, Vidal und Javi Martínez neu ins Team beorderte Costa von einem Fehler von Oscar Wendt. Nach der Flanke von David Alaba traf der Brasilianer erstmals für die Bayern mit dem schwächeren rechten Fuß. Gleich nach seinem ersten Saisontreffer sprintete der Flügelspieler zu zwei Kumpels an den Tribünenrand und machte mal eben ein Selfie mit den beiden. "Wenn er immer trifft, kann er von mir aus 100 Selfies die Saison machen", sagte Innenverteidiger Mats Hummels.

Mit den gegen die Bayern zuletzt so erfolgreichen Borussen war außer einer Direktabnahme von Fabian Johnson (8.) offensiv lange wenig los. Die Gäste konnten die Ballstafetten der Münchner nur bestaunen, kamen phasenweise überhaupt nicht an den Ball.

Schubert versuchte nach dem Seitenwechsel mit einigen Umstellungen mehr Zugriff auf das bis dato nahezu fehlerfreie Kombinationsspiel der Bayern zu bekommen. Mehr und mehr tauchten die auswärtsschwachen Gladbacher auch vor dem gegnerischen Tor auf. Der Rekordmeister trat längst nicht mehr so entschlossen auf wie vor der Pause. Hahn (71.) hätte die Nachlässigkeit nach einer Flanke des eingewechselten Tony Jantschke fast bestraft. Nachdem die Münchner zuletzt vier Spiele nacheinander nicht gegen die Borussia gewinnen konnten, feierten sie diesmal aber wieder einen verdienten Sieg.

dpa


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