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Foto: Dieter Hoeneß

Dieter Hoeneß

Fußball

Dieter Hoeneß: "Uli sah nicht gut aus"

Am Montag, 29. Februar, wird Uli Hoeneß offiziell aus der Haft entlassen. Das RedaktionsNetzwerk Deutschland, dem mehr als 30 Tageszeitungen angehören, hat mit Dieter Hoeneß über die Haftstrafe seines Bruders, den Zusammenhalt in der Familie und die Zukunft des ehemaligen Bayern-Präsidenten beim Rekordmeister gesprochen.

Hannover. „Unser Verhältnis war schon immer sehr gut. Aber natürlich hat uns diese Zeit als Familie noch enger zusammengebracht. Ich glaube, diese Unterstützung der Familie hat ihm sehr geholfen, diese schwere Zeit einigermaßen zu überstehen. Insbesondere die ersten Monate im Gefängnis haben ihn sehr mitgenommen“, sagt Dieter Hoeneß, der seinen Bruder vor geraumer Zeit einmal in der JVA besuchen durfte.

Hoeneß beschreibt den ersten Eindruck, den er von seinem Bruder beim Gefängnis-Besuch hatte: „Ich muss zugeben, ich bin damals erschrocken. Denn Uli sah nicht gut aus. Ich hatte mir schon vorher große Sorgen gemacht, aber diese wurden nicht weniger als ich ihn dann sah“. Insbesondere der Freigang und die Möglichkeit beim FC Bayern zu arbeiten, hätten seine Situation deutlich verbessert. Seit Beginn 2015 arbeitet Uli Hoeneß bereits als Freigänger in der Nachwuchsabteilung des FC Bayern.

Wie geht es mit Uli Hoeneß beim FC Bayern weiter? Kehrt er womöglich sogar als Präsident zurück? Dieter Hoeneß empfindet die Entscheidung seines Bruder als klug, „diese Frage erst in ein paar Monaten zu beantworten“. „Jetzt braucht er erstmal Zeit für sich und seine Familie“.

Der Hoeneß-Familie einen Schaden zugefügt habe die Haftstrafe laut Dieter Hoeneß nicht. „Im Gegenteil. Uli und wir als Familie haben viel Zuspruch erhalten“.


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