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Hans-Dieter Flick hat in Wolfsburg über Veränderungen der Trainerarbeit gesprochen.

Hans-Dieter Flick hat in Wolfsburg über Veränderungen der Trainerarbeit gesprochen. © Lukas Schulze

Fußball

DFB-Sportdirektor: "Zu viel über Systeme gesprochen"

DFB-Sportdirektor Hansi Flick hat eine Veränderung der Trainerarbeit in Deutschland angemahnt. "In den letzten Jahren ist zu viel über Systeme gesprochen worden", sagte Flick beim Internationalen Trainer-Kongress in Wolfsburg.

Wolfsburg. "Die Basisfähigkeiten sind nicht so intensiv trainiert worden", kritisierte der Sportdirektor des Deutschen Fußball-Bundes (DFB). "Passspiel, Ballmitnahme, eins gegen eins und erster Kontakt sind die Dinge, die wir in den Fokus stellen wollen", sagte Flick über die veränderten Vorstellungen des DFB. "Es ist wichtig, die Basiselemente perfekt zu beherrschen."

Angesichts der 0:5-Halbfinalpleite der U21 bei der EM sagte Flick: "Bei Portugal hat man gesehen, dass sie in diesen Bereichen eine Nasenlänge voraus waren. Ich glaube, dass wir da Potenzial haben." Auch die anderen U-Mannschaften des DFB hatten zuletzt keine Titel gewonnen.

Der DFB-Sportdirektor sagte in seinem Vortrag unter dem Titel "Unser Weg - Erfolg entwickeln" vor rund 900 Teilnehmern: "Wir wollen dem deutschen Fußball eine unverwechselbare Identität geben. Wir sind voller Tatendrang, und wir brauchen eure Hilfe."

Auch Oliver Bierhoff warb um die Trainer. "Der Erfolg des deutschen Fußballs hängt immer von den Spielern ab, und gute Spieler hast du nur, wenn du gute Ausbilder und Trainer hast", sagte der Nationalmannschaftsmanager. "Deshalb ist es fundamental, die Qualität unserer Trainer zu garantieren. Dafür ist es wichtig, dass sie sich weiterbilden."

Bierhoff warnte vor Sattheit und warb für die DFB-Akademie, die in Frankfurt gebaut werden soll. "Wir machen nicht den gleichen Fehler wie 1990", versprach der Nationalmannschaftsmanager. Franz Beckenbauer habe den deutschen Fußball nach dem WM-Titel in Italien für Jahre als unschlagbar erklärt: "Das haben wir auch ein Jahrzehnt lang geglaubt. Und dann sind wir im Jahr 2000 aufgewacht."

dpa


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