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In Berlin ist alles für das Finale vorbereitet.

In Berlin ist alles für das Finale vorbereitet. © Andreas Gebert

Fußball

Champions League: Promis, Privatjets und letzte Tickets

Das Endspiel der Champions League zwischen dem FC Barcelona und Juventus Turin ist das sportliche Großereignis des Jahres in Berlin. Die Deutsche Presse-Agentur dokumentiert Splitter jenseits des eigentlichen Sportereignisses.

Berlin. STADION-BESUCHER: Im Olympiastadion sitzen jeweils etwa 20 000 Fans aus Barcelona und Turin. Weitere 6000 Eintrittskarten gingen in den freien Verkauf und wurden verlost. 25 000 Besucher erhielten ihre Karten direkt von der UEFA. Dazu gehören internationale Fußball-Funktionäre, Manager der Sponsorfirmen, deutsche Sportfunktionäre und Politiker.

EINTRITTSKARTEN: Im Internet wurden am Donnerstag noch Karten für Preise zwischen 1000 und rund 4000 Euro angeboten. Zwei Karten inklusive Hotelübernachtung gab es für 15 000 Euro. Alle Eintrittskarten gelten als Fahrkarten für S- und U-Bahnen.

PROMINENTE: Bundespräsident Joachim Gauck ist einer der hochrangigsten Zuschauer. Berlin wird vom Regierenden Bürgermeister Michael Müller (SPD) vertreten. Unter den Prominenten ist auch der Startenor Jose Carreras, der ein Fan seines Heimatclubs FC Barcelona ist und mit seinem Sohn Albert nach Berlin kommt. "Da mein nächstes Konzert erst in acht Tagen ist, kann ich ruhig auch einmal laut jubeln", wird Carreras zitiert. Sein Tipp: 3:1 für Barcelona. Auch die Pop-Sängerin Shakira wird erwartet. Sie ist die Ehefrau von Barcelona-Abwehrspieler Gerard Piqué und lässt sich kaum ein wichtiges Spiel entgehen.

LINIENFLÜGE: Mit Sonderflügen aus dem Ausland kommen etwa 25 000 Besucher des Fußballspiels nach Berlin. Von Donnerstag bis Samstag landen etwa 180 zusätzliche Flüge auf den Berliner Flughäfen.

PRIVATJETS: Zusätzlich werden zahlreiche weitere Charter- und Firmenjets erwartet. Eine Charterfirma für Privatjets hat allein 40 Flüge nach Berlin angekündigt. Die meisten dieser teuren Flüge für reiche Privatkunden oder Firmen-Manager starten nicht in Turin oder Barcelona, sondern in London und Moskau. Der Flughafen Schönefeld fungiert besonders am Samstag als großer Flugzeugparkplatz.

ÜBERTRAGUNG: Zahlreiche Berliner Kneipen und Biergärten übertragen das Spiel. Darunter so bekannte Fußballtreffpunkte wie die Magnet Bar in der Veteranenstraße in Mitte oder das Lido in Kreuzberg, wohin das Magazin "Elf Freunde" einlädt. 700 Zuschauerplätze gibt es beim Berliner Fanclub vom FC Barcelona, der Penya Barcelonista Berlín Culé (PBBC), der in und am Kino Zukunft in Berlin-Friedrichshain feiert.

FAN-FESTE: Je 25 000 Barcelona- und Juve-Fans werden am Samstag tagsüber am Breitscheidplatz und am Alexanderplatz zum Vorfeiern erwartet. Am Abend werden viele von ihnen die S-Bahnen stürmen, um zum Stadion zu fahren. Ein Teil der Sieger-Fans fliegt nach dem Spiel schnell zurück in ihre Heimatländer. Die anderen feiern die Nacht in Berlin.

SICHERHEIT: Die Berliner Polizei will besonders die Juventus-Fans im Auge behalten. Einige Gruppierungen gelten als Ultras, besonders fanatisch auftretende Anhänger, die auch Feuerwerkskörper zünden und vor Schlägereien nicht zurückschrecken. Insgesamt sind mehr als 1000 Polizisten im Einsatz.

FERNSEHEN: Der Bezahlsender Sky will nach der erfolgreichen Übertragung des DFB-Pokalendspiels auch das Champions-League-Finale im besonders scharfen Ultra-HD übertragen. Dafür werden mehr als ein Dutzend Sportbars mit Ultra-HD-fähigen Fernsehgeräten in Bildschirmdiagonalen von 65 und 78 Zoll ausgestattet. Bei Ultra-HD bietet das Bild viermal mehr Bildpunkte. Das Stadion wurde dafür mit elf entsprechenden Kameras ausgestattet. Das ZDF überträgt als öffentlich-rechtlicher Sender die Partie ebenfalls live. Ein offizielles Public Viewing gibt es in der Hauptstadt nicht.

RADIO: Als einziger deutscher Radiosender überträgt das Berliner RBB-Inforadio das Endspiel live. Die Reporter Nikolaus Hillmann und Dirk Walsdorff melden sich um 20.00 Uhr aus dem Olympiastadion.

VERKEHR: Besonders rund um den Kudamm und das Brandenburger Tor sind wegen der Fan-Feste und der UEFA-Meile Straßen gesperrt. Staus sind programmiert.

MEDIEN: 1800 TV-Mitarbeiter sorgen für die Übertragungen. 550 schreibende Journalisten sind akkreditiert, dazu 200 Fotografen.

dpa


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