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Nicht einfach: Ciro Immobile soll in Dortmund die Lewandowski-Lücke schließen.

Nicht einfach: Ciro Immobile soll in Dortmund die Lewandowski-Lücke schließen. © Rolf Vennenbernd

Fußball

Bundesliga startet in ihre 52. Spielzeit

Kurz vor dem Start in die 52. Spielzeit blickt die Fußball-Welt gespannt auf die Liga des Weltmeisters. Ein Blick in die Bundesliga-Historie zeigt, dass nach großen Turnieren oft ungewöhnliche Dinge passierten.

Hannover. Was tippen die Trainer?

 

Dem FC Bayern München wird der dritte Liga-Titel in Folge kaum zu nehmen sein - gleich 14 Mal wurde das Team von Trainer Pep Guardiola in einer dpa-Umfrage genannt. Trotzdem gibt es Hoffnung, dass es keinen erneuten Alleingang des Rekordmeisters zum 25. Titel gibt. In Spielzeiten nach einer WM hat Bayern traditionell Probleme. Nach den zwölf WM-Turnieren seit 1966 konnten die Münchner nur dreimal die deutsche Meisterschaft gewinnen. 2009 waren zum bisher letzten Mal nicht Bayern oder Dortmund Meister - damals sorgte Felix Magath mit dem VfL Wolfsburg für die große Überraschung.

 

Hat es ein Club schon einmal geschafft, dreimal in Serie Meister zu werden?

 

Nicht nur einmal, sondern bereits dreimal ist dem FC Bayern der Meister-Hattrick gelungen: 1972-74, 1985-87 und zuletzt 1999-2001. Von den anderen Vereinen hat lediglich Borussia Mönchengladbach zwischen 1975 und 1977 dreimal nacheinander triumphiert.

 

Wird der Weltmeistertitel der Liga einen Schub geben?

 

In dieser Frage sind sich alle Experten einig: Die Bundesliga wird weiter boomen. Volle Stadien, steigende Umsätze und "außergewöhnliches fußballerisches Potenzial" (Jürgen Klopp) kennzeichnen Deutschlands Eliteklasse schon seit Jahren. Nach dem Titelgewinn ist die globale Aufmerksamkeit an der Liga des Weltmeisters groß wie nie. Jetzt muss nur noch der Titelkampf spannender werden. Der 19-Punkte-Vorsprung der Bayern in der vergangenen Saison sorgte zumindest sportlich für Langeweile.

 

Werden Freistoßspray und Torlinientechnologie nun auch in der Bundesliga eingesetzt?

 

Erstmal nicht. Zwar hat der Ligavorstand bereits einstimmig die Einführung des Freistoßsprays beschlossen. Eine Anwendung zum Saisonstart scheiterte jedoch am Votum der Unparteiischen, die mehr Zeit für die Vorbereitung einforderten. Das Spray soll jedoch spätestens zur Rückrunde kommen. Unklar ist, ob die ebenfalls bei der WM genutzte Torlinientechnologie eingeführt wird. Während die Schiedsrichter am liebsten sofort darauf zurückgreifen würden, lehnten die Vereine das Hilfsmittel in einer ersten Abstimmung ab. Einen zweiten Anlauf soll es aber im Dezember geben.

 

Welcher Club hat die meisten Dauerkarten verkauft?

 

Spitzenreiter ist und bleibt Dortmund. Mit 55 000 verkauften Saisontickets liegt der BVB deutlich vor Schalke mit 43 900 und Double-Gewinner Bayern mit 38 000 Dauerkarten. Letzter in der Rangliste ist Neuling Paderborn, der lediglich 9500 Abonnements verkauft hat - die Benteler-Arena in Ostwestfalen fasst aber auch nur 15 000 Besucher. Um dem Ticket-Run wenigstens einigermaßen gerecht zu werden, hat der FC Bayern sogar seine Arena umgebaut, so dass künftig 75 000 Zuschauer bei nationalen Spielen dabei sein können. Nach Angaben des Clubs gingen jedoch allein für das Heimspiel gegen Paderborn 120 000 Bestellungen ein.

 

Welche Trainer sind neu in der Liga?

 

Vier neue Trainer werden erstmals in der Bundesliga auf der Bank sitzen. Nach Jahren in der zweiten Liga und Österreichs Eliteklasse geht Roger Schmidt in sein erstes Jahr als Trainer von Bayer Leverkusen. Zudem führt André Breitenreiter nach dem überraschenden Aufstieg den SC Paderborn in seine erste Bundesliga-Saison. Im Österreicher Peter Stöger (Köln) und dem Dänen Kasper Hjulmand (Mainz) sind auch zwei Ausländer dabei, die sich erstmals in der höchsten deutschen Spielklasse beweisen wollen. Thomas Schaaf (Frankfurt) kehrt nach einjähriger Pause zurück auf die Trainerbank und folgt auf Armin Veh, der zum VfB Stuttgart zurückgekehrt ist.

 

Welcher Club hat am meisten investiert?

 

In dieser Kategorie ist Borussia Dortmund in diesem Jahr einsame Spitze: 45,2 Millionen Euro investierten die Westfalen in neue Spieler. Große Erwartungen richten sich vor allem an den italienischen Torschützenkönig Ciro Immobile, der für 18,5 Millionen Euro vom FC Turin zum BVB wechselte. Er soll gemeinsam mit dem Ex-Berliner Adrian Ramos (9,7) Robert Lewandowski ersetzen, der ablösefrei zum FC Bayern ging. Mit 29,25 Millionen Euro für HSV-Angreifer Hakan Calhanoglu, dem Schweizer Nationalspieler Josip Drmic und weiteren Verstärkungen veredelte Bayer Leverkusen seinen Kader. Der VfL Wolfsburg wagte es, den exzentrischen Nicklas Bendtner zu verpflichten. Der Däne kam zwar ablösefrei, wurde in der Vergangenheit aber vor allem durch zahlreiche Skandale bekannt.

dpa


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