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Der ehemalige BVB-Trainer Jürgen Klopp soll beim FC Liverpool im Gespräch sein.

Der ehemalige BVB-Trainer Jürgen Klopp soll beim FC Liverpool im Gespräch sein. © Andreas Gebert

Fußball

Briten berichten: Klopp Top-Favorit auf Liverpool-Posten

Die Gespräche sollen angeblich umgehend aufgenommen werden. Jürgen Klopp ist Medienberichten zufolge der Wunschkandidat für den freien Trainerposten beim englischen Traditionsclub FC Liverpool.

Berlin. Sie sind sich einig: Für die britischen Medien kann praktisch nur Jürgen Klopp der neue Trainer des FC Liverpool werden.

"Jürgen Klopp passt hervorragend nach Liverpool", sagte auch Ex-England-Legionär Dietmar Hamann "Spiegel online". "In einer Arbeiterstadt müssen sich die Fans mit dem Trainer identifizieren können. Und das wäre in Liverpool bei Klopp absolut gegeben."

Am Tag nach der Trennung von Brendan Rodgers galt auch für den "Independent", den "Mirror", den "Telegraph" oder die BBC der 48 Jahre alte ehemalige Coach von Borussia Dortmund als die wahrscheinlichste Lösung für den Trainerposten. Selbst der hochdekorierte Carlo Ancelotti, der am Sonntag angeblich von Italien auf die Insel reiste, soll gegen Klopp demnach keine Chance haben. Die "Daily Mail" berichtete sogar von bereits angelaufenen Verhandlungen zwischen Klopp und dem Traditionsverein.

Es scheint, als hinge alles nur von dem Deutschen selbst ab. Die Entscheidung, sich von Rodgers zu trennen, wurde nach dem 1:1 am Sonntag beim FC Everton bekanntgegeben. Dem "Mirror" zufolge soll aber etwas anderes den Ausschlag gegeben haben: Klopp soll demnach klare Anzeichen gegeben haben, den Posten zu übernehmen. "Mit Sicherheit haben Gespräche schon stattgefunden, wahrscheinlich schon vor dem Unentschieden", meinte auch Hamann bei Sky Sport News HD. Eigentlich wollte der ehemalige BVB-Coach nach seiner Borussia-Ära eine einjährige Auszeit nehmen.

Auch ehemalige Vereinsgrößen sprachen sich für Klopp aus. "Es muss Jürgen Klopp sein. Er ist der perfekte Mann, um von Brendan Rodgers zu übernehmen. Er hat die Qualifikationen und, noch wichtiger, er kann den Fans ihren Glauben an das Team zurückgeben", sagte Jan Mølby im "Liverpool Echo". Ancelotti habe Erfahrung und Klopp eine Aura. "Er ist ein bisschen verrückt, aber ich mag ihn", meinte Jamie Redknapp in der "Daily Mail".

In der Pressemitteilung zur Entlassung von Rodgers, der den Posten im Juni 2012 übernommen hatte, hatte der FC Liverpool zum Nachfolger-Thema geschrieben: "Die Suche nach einem neuen Trainer ist im Gange." Man hoffe auf eine zeitgerechte Bekanntgabe.

Feststehen soll er den Medienberichten zufolge spätestens bis zum nächsten Spiel in der Premier League am 17. Oktober gegen Tottenham Hotspur.

Ancelotti, der unter anderem auch schon Trainer von Real Madrid und dem FC Chelsea war, gilt auch als möglicher Nachfolger von Rodgers. Er soll laut "Daily Mail" bereits in England angekommen sein. Der Tenor in den Zeitungen war allerdings eindeutig: Die Fenway Sports Group (FSG) will Klopp. Dem amerikanischen Sportvermarkter gehört der FC Liverpool seit 2010.

Sollte Klopp den Posten übernehmen, würde er auch Trainer von Nationalspieler Emre Can. Der 21-Jährige hatte am Sonntag noch vor dessen Demission Rodgers in Schutz und sich sowie die Spieler in die Pflicht genommen. Auf die Frage, ob Klopp zum FC Liverpool passen würde, hatte Can in einem Interview der "Welt" lediglich gesagt: "Jürgen Klopp ist sicherlich ein großartiger Trainer. Ich glaube, er hat in Dortmund bewiesen, dass er zu jeder Mannschaft der Welt passen kann."

In der Tabelle belegen die "Reds" mit zwölf Punkten aus acht Spielen nur den zehnten Rang. Zudem hatte sich das Team auch noch in der Europa League am Donnerstag an der Anfield Road mit einem dürftigen 1:1 gegen den Schweizer Verein FC Sion blamiert.

dpa


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