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Leverkusens Stürmer Stefan Kießling möchte wieder mehr spielen.

Leverkusens Stürmer Stefan Kießling möchte wieder mehr spielen. © Guido Kirchner

Fußball

Bayer-Coach Schmidt für Verbleib von Kießling

Bayer-Chefcoach Roger Schmidt macht sich dafür stark, dass der unzufriedene Stürmer Stefan Kießling in Leverkusen bleibt. Eine schlechte Nachricht bekam er vor dem DFB-Pokalspiel in Unterhaching: Der gerade genese Roberto Hilbert fällt lange aus.

Leverkusen. Bayer Leverkusens Trainer Roger Schmidt hat sich gegen einen Wechsel seines unzufriedenen Stürmers Stefan Kießling zu einem anderen Verein in der Winterpause ausgesprochen.

"Dass wir in der Lage sein werden, Stefan zu verlieren und den Kader dann zu verstärken, halte ich für unwahrscheinlich", sagte Schmidt einen Tag vor dem Achtelfinalspiel am Dienstag im DFB-Pokal bei der SpVgg Unterhaching. Dort muss Bayer auf Verteidiger Roberto Hilbert verzichten, der einen Muskelbündelriss im rechten Oberschenkel mit Sehnenbeteiligung erlitt und acht bis zehn Wochen ausfallen wird.

"Das ist eine Hiobsbotschaft und tragisch", meinte Schmidt. Hilbert hatte sich die Verletzung im Fußball-Bundesligaspiel am Samstag gegen Borussia Mönchengladbach (5:0) zugezogen und musste in der Halbzeit ausgewechselt werden. Es war erst sein zweiter Einsatz nach einer Knieoperation Anfang Oktober gewesen.

Für Stefan Kießling war die Partie gegen Gladbach das erste Spiel in der Startelf seit sieben Wochen. Der 31 Jahre alte Torjäger nutzte die Chance, erzielte zwei Tore selbst und bereitete zwei weitere Treffer von Javier "Chicharito" Hernandez vor. Angesichts dieses tollen Erlebnisses forderte Trainer Schmidt den wechselwilligen Stürmer auf, noch einmal neu nachzudenken und sich der "großen Konkurrenz" auch weiter zu stellen. Für die Partie in Unterhaching sagte er ihm einen Platz in der Startelf zu.

Kießling selbst will bei einem Verbleib in Leverkusen eine Einsatzgarantie haben und nicht wie in der Hinrunde als Standby-Profi die Bank drücken. "Das ist überhaupt nichts für mich", sagte er im Interview des Sportmagazins "Kicker". "Nein, damit kann ich mich nicht abfinden oder anfreunden. Ich habe schon noch das Gefühl, auf dem Platz helfen zu können." Kießling war in dieser Saison in der Liga nur neunmal für die Startelf berücksichtigt worden.

"Es ist so: Entweder wage ich jetzt den Schritt. Oder ich gebe hier eben weiter alles", sagte Kießling. Bei einem Wechsel würde er auch ein Angebot eines Bundesligaclubs aus der unteren Tabellenhälfte annehmen. Zunächst wolle er aber mit den Verantwortlichen von Bayer 04 sprechen. "Bisher ist nichts fest terminiert. Aber ich denke, wir reden zeitnah", sagte Kießling, dessen Vertrag noch bis 2017 läuft.

Zunächst gilt aber die Konzentration dem Pokal-Spiel in Unterhaching, wo Bayer 04 im Jahr 2000 im letzten Bundesligaspiel der Saison mit 0:2 die deutsche Meisterschaft verspielte. "An das Drama von Unterhaching erinnert man sich, aber es spielt heute keine Rolle", meinte Schmidt. Die Leverkusener spielen in dem aktuellen Pokal-Wettbewerb nach Lotte Osnabrück und Viktoria Köln zum dritten Mal gegen einen Regionalligisten. "Unterhaching hat den Bundesligisten Ingolstadt und Zweitligist RB Leipzig geschlagen und damit Ausrufezeichen gesetzt", warnte Schmidt.

dpa


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