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BVB-Kapitän Mats Hummels köpft ein zum 1:0.

BVB-Kapitän Mats Hummels köpft ein zum 1:0. © Bernd Thissen

Fußball

BVB nach 3:1 gegen Hertha wieder Spitzenreiter

Acht Spiele, acht Siege, Spitzenreiter der Fußball-Bundesliga: Borussia Dortmund begeistert unter dem neuen Trainer Thomas Tuchel weiter die durch die vergangene Saison gebeutelten Fans. Die müssen nun in der Länderspielpause durchpusten - wie auch die BVB-Stars.

Dortmund. Mit hochroten Gesichtern verließen die Dortmunder Fußball-Helden den Platz. Der dritte Sieg im dritten Spiel und die Tabellenführung in der Bundesliga entschädigten für eine wahre Hitzeschlacht über 94 Minuten.

"Es ist ein schönes Gefühl, weil wir uns das hart erarbeitet haben", sagte Borussia Dortmunds Torwart Roman Bürki nach dem 3:1 (1:0) gegen Hertha BSC Berlin. Und der neue Trainer Thomas Tuchel meinte voller Zufriedenheit: "Wir haben in dieser Zeit Widerstandskraft und Siegeswillen entwickelt."

Punktgleich, aber mit der besseren Tordifferenz, liegt der achtmalige deutsche Meister an der Spitze vor Titelverteidiger Bayern München. Die beeindruckende Bilanz unter dem Nachfolger von Jürgen Klopp liegt nun bei acht Siegen in acht Pflichtspielen mit 30 erzielten Toren.

Die durch die vergangene Saison arg gebeutelten BVB-Fans unter den 80 500 Zuschauern im Signal-Iduna-Park feierten einmal mehr schön herausgespielte Treffer von Mats Hummels (27. Minute), Pierre-Emerick Aubameyang (51.) und Adrian Ramos (90.+3).

"Wir haben uns angesichts der äußeren Bedingungen und des Programms in den vergangenen Wochen schwer getan, Tempo ins Spiel zu bekommen", sagte Tuchel. 43 Grad herrschten nach Angaben des Clubs auf dem Platz, das Rote Kreuz habe 103 Einsätze fahren müssen, fünf Zuschauer seien in Krankenhäuser gebracht worden. Die insgesamt 28 eingesetzten Profis leisteten ungeachtet der zwei Trinkpausen Schwerstarbeit. Mit dem Happy End für die Mannschaft der Stunde.

Dem BVB-Coach blieben natürlich auch die Defizite nicht verborgen. Man habe dem Gegner 15 Minuten zu viel Räume gewährt und Flügelläufe der Herthaner zugelassen. Das Gastteam von Trainer Pal Dardai machte dem BVB am Anfang und am Ende das Leben schwer.

"Wir hatten einen Plan A mit einem 5-4-1-System. Nach dem 0:1 mussten wir dann auf Plan B zu unserem System 4-4-2 umstellen. Am Ende ist der Sieg verdient", sagte Dardai, dessen Team die erste Saisonniederlage hinnehmen musste. Das 1:2 durch den eingewechselten Salomon Kalou (78.) war zu wenig.

Die Berliner waren gut eingestellt. Bei Dortmunder Ballbesitz rückte Kapitän Fabian Lustenberger aus dem defensiven Mittelfeld mit in die Vierer-Abwehrkette. Das schmeckte den Borussen-Stars zunächst gar nicht. Und die Gäste trauten sich, hatten Riesengelegenheiten durch Genki Haraguchi 14.) und Vladimir Darida (20.). Doch dann schlug Dortmund eiskalt zu. Eine Flanke von Shinji Kagawa nickte Hummels zu seinem ersten Saisontor ein.

Die Gastgeber legten mit einem herrlichen Tor gleich nach dem Wechsel nach. Erneut hob Kagawa den Ball in den Strafraum. Weltmeister Matthias Ginter legte volley in die Mitte zu Aubameyang, der zu seinem dritten Saisontor nur abzustauben brauchte. Mögliche weitere Tore verpassten Aubameyang (56.), Kagawa (72.) oder Reus (75.). Dann machte es Kalou spannend, ehe Ramos den Schlusspunkt setzte.

Der Dortmunder Erfolgs-Rhythmus wird nun durch die Länderspielpause unterbrochen. Am Montag endet zudem die Transferfrist. Angeblich soll der BVB am Ukrainer Andrej Jarmolenko interessiert sein. Ausschließen wollte Tuchel nichts, aber: "Es muss fußballerisch und charakterlich passen."

Spieldaten:

Ballbesitz in %: 62,2 - 37,8

Torschüsse: 15 - 4

gew. Zweikämpfe in %: 57,1 - 42,9

Fouls: 16 - 12

Ecken: 5 - 1

Quelle: optasports.com

dpa


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