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Dortmunds Achtelfinalgegner in der Europa League ist Tottenham Hotspur.

Dortmunds Achtelfinalgegner in der Europa League ist Tottenham Hotspur. © Bernd Thissen

Fußball

BVB gegen Tottenham - Bayers Wiedersehen mit Villarreal

Nach dem Weiterkommen in der Europa League erhielten Dortmund und Leverkusen attraktive, aber auch happige Achtelfinal-Gegner. Der BVB trifft auf Tottenham, Bayer auf Villarreal.

Düsseldorf. Die ganz dicken Brocken blieben Borussia Dortmund und Bayer Leverkusen erspart - dennoch stehen den Fußball-Bundesligisten im Achtelfinale der Europa League schwere Aufgaben bevor.

Nachdem Alexander Frei das Schlagerspiel FC Liverpool gegen Manchester United am Freitag in Nyon aus der Lostrommel gezogen hatte, fingerte der ehemalige Dortmunder für seinen Ex-Club Englands Nummer zwei Tottenham Hotspur aus der Kugel. Und für Leverkusen wurden beim Los FC Villarreal schlechte Erinnerungen wach.

Das Duell der deutschen Trainer Jürgen Klopp und Thomas Tuchel fällt vorerst aus. Aber Tottenham löste bei den Dortmundern auf dem Rückflug von Porto helle Begeisterung aus. "Ein phantastischer Gegner. Das werden zwei tolle Fußball-Abende an der White Heart Lane und im Signal Iduna Park", sagte BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke. Tuchel meinte: "Ich finde, das ist ein Super-Los: superschwer, aber auch super attraktiv."

Vor allem wegen des Kräftemessens der Top-Torjäger Pierre-Emerick Aubameyang und Harry Kane. Der englische Nationalstürmer, von Fans und Medien als "HurriKane" (Wirbelsturm) gefeiert, liegt in der Premier League mit 16 Treffern wie Aubameyang (21) in der Bundesliga auf Rang zwei. Bis zum Hinspiel am 10. März (Rückspiel 17. März) sieht Tuchel aber noch Arbeit, das 1:0 beim FC Porto hat den Perfektionisten nicht überzeugt. "Wir haben wie ein Orchester gespielt, das nicht im Gleichklang spielt und den Rhythmus nicht findet", monierte er.

In Leverkusen zeigte man Respekt vor dem Wiedersehen mit Villarreal. "Das wird eine schwere Aufgabe. Villarreal hat sich gegen den SSC Neapel durchgesetzt. Ein kleiner Vorteil ist, dass wir das Rückspiel zu Hause haben", sagte Leverkusens Trainer Roger Schmidt nach dem 3:1 gegen Sporting Lissabon. Und die Spanier hatten den Werksclub schon im Europa-League-Achtelfinale 2010/2011 rausgeworfen.

Bis zur Runde der besten 16 Teams stehen im Rahmen einer englischen Woche aber noch drei Bundesliga-Spiele an, die sich Schmidt wegen seiner Innenraumsperre von der Tribüne aus ansehen muss. Nun steht Assistent Markus Krösche an der Seite. "Der Trainer ist ja bei den Besprechungen dabei und gibt uns unseren Matchplan. Wer was während des Spiels rein ruft, sind nur Nuancen", meinte Weltmeister Christoph Kramer.

Für den FC Augsburg und Schalke 04 steht für den Rest der Saison wieder allein die Bundesliga im Mittelpunkt. Beim FCA schwang nach dem knappen Scheitern gegen den Liverpool (0:0, 0:1) Wehmut mit. Die Beatles-Metropole, die legendäre Anfield Road oder "Hey Jude" hinterließen beim Tross der europäischen Nobodies einen tiefen Eindruck. "Es wird schwer, das zu toppen", sagte Trainer Markus Weinzierl, für dessen Team es am Sonntag gegen Borussia Mönchengladbach im Kampf um den Klassenerhalt weitergeht. Weinzierl: "Die Mannschaft hat eine super Visitenkarte abgegeben. Daraus ziehen wir sehr viel Selbstvertrauen."

Auf Schalke ist die Stimmung nach dem 0:3 und dem Aus gegen Schachtjor Donezk im Keller - für die Königsblauen gab es vom Rest der anwesenden Fans nach Schlusspfiff ein Pfeifkonzert. Trainer André Breitenreiter kritisierte die Erwartungshaltung im Umfeld. "Man träumt ja hier schon lange von der Meisterschaft und der Champions League. Aber das ist unrealistisch. Dass es am Ende höhnisch wird, macht mich nachdenklich", sagte er.

dpa


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