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Augsburgs Torhüter Simon Jentzsch ist beim Freistoß des Dortmunders Marco Reus machtlos.

Augsburgs Torhüter Simon Jentzsch ist beim Freistoß des Dortmunders Marco Reus machtlos. © Karl-Josef Hildenbrand

Fußball

BVB feiert beim 3:1 in Augsburg zweiten Auswärtssieg

Langsam geht's auch im Tagesgeschäft Bundesliga wieder aufwärts für Borussia Dortmund. Nach dem begeisternden Auftritt bei Real Madrid bezwang der Doublesieger das Schlusslicht FC Augsburg mit 3:1 (1:0).

Augsburg. "Das war ein hartes Stück Arbeit", gestand Trainer Jürgen Klopp. Schon eine durchschnittliche Leistung reichte dem BVB zum erst zweiten Auswärtssieg der Saison. "Wir haben zwar verdient gewonnen, aber zu viele Chancen zugelassen", erkannte Fußball-Nationalspieler Marcel Schmelzer. Auch die Spitze im deutschen Oberhaus ist noch immer weit entfernt, der Abstand zum Tabellenführer FC Bayern bleibt bei elf Punkten.

Marco Reus (9. Minute) und Torjäger Robert Lewandowski (51./70.) stellten den BVB-Erfolg sicher, der wiedergenesene Sascha Mölders (81.) traf spät für Augsburg. Klopps Kicker ließen allerdings nur im Ansatz ihre Klasse aufblitzen. Wenige lichte Momente reichten in Kombination mit großer Effizienz trotzdem zu drei Punkten. Auch deshalb, weil die Schwaben ihrerseits reihenweise gute Möglichkeiten ausließen. "Wir belohnen uns nicht für den Aufwand, den wir betreiben. Wir können uns davon nichts kaufen, dass wir nur gelobt werden", kritisierte Augsburgs Trainer Markus Weinzierl.

Die frühe Führung durch den Fußballer des Jahres Reus blieb in der ersten Hälfte allerdings für lange Zeit die beste Aktion der Gäste. Ohne die letzte Einsatzbereitschaft und den kurzfristig ausgefallenen Kapitän Sebastian Kehl (Kapselreizung im Knie) kamen die Borussen vor allem defensiv immer wieder in Bredouille. Der flinke Tobias Werner konnte sich gleich mehrmals in Szene setzen, scheiterte bei seiner Großchance (6.) aber ebenso an Torwart Roman Weidenfeller wie später Matthias Ostrzolek (11.) und Daniel Baier (44.). Torsten Oehrl zielte zu ungenau (18./35.), Knowledge Musona traf den Pfosten (61.).

Der BVB ging die Aufgabe wesentlich gemächlicher an. Wenn Reus und Mario Götze aber mal richtig antraten, entstanden auch prompt vielversprechende Situationen: Einerseits bei Reus' Führungstreffer, dem ein Foul an ihm selbst an der Strafraumgrenze vorangegangen war; andererseits bei Götzes Pfostenschuss kurz vor dem Halbzeitpfiff.

Die technisch limitierten Augsburger bestachen durch Disziplin und taktische Cleverness. Gegen die flinken BVB-Offensivkräfte machten die Schwaben das Spielfeld vor 30 660 Fans bewusst eng, die Vierer-Abwehrkette rückte vor allem in der Anfangsphase sehr weit heraus, um Reus & Co. wenig Platz für ihre Dribblings zu lassen.

Letztlich nützte das Konzept nichts - mal abgesehen von Mölders spätem Anschlusstor. Der wesentliche Unterschied lag in der Abschlussstärke, die der BVB mitgebracht hatte. Das demonstrierte Lewandowski kurz nach der Pause eindrucksvoll, als er nach einem weiten Abschlag Weidenfellers zusammen mit Vorlagengeber Götze konsequent nachsetzte und sein viertes Saisontor erzielte. 20 Minuten vor Schluss legte der Pole noch sein fünftes nach.

Spieldaten:

Ballbesitz in %: 51,1 - 48,9

Torschüsse: 16 - 16

gew. Zweikämpfe in %: 50 - 50

Fouls: 12 - 13

Ecken: 4 - 5

Quelle: optasports.com

dpa


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