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Pierre-Emerick Aubameyang (M) und Co. holten in Hannover drei Punkte.

Pierre-Emerick Aubameyang (M) und Co. holten in Hannover drei Punkte. © Peter Steffen

Fußball

BVB baut Superserie aus - Tuchel: "Hart erkämpft"

Sechs Tore und ein Favoritensieg: Beim 4:2 des Tabellenführers BVB in Hannover waren die Fans von beiden Teams zufrieden. Ein stärkerer Gegner als das verbesserte 96-Team hätte die Dortmunder noch mehr ärgern können.

Hannover. Tabellenführer Borussia Dortmund war auch für Hannover 96 eine Nummer zu groß. Trotz bemerkenswerter Gegenwehr verloren die weiterhin sieglosen Niedersachsen das vermeintlich aussichtslose Duell gegen das derzeit formstärkste Bundesliga-Team mit 2:4 (1:2).

Nach dem Ende einer packenden Begegnung und dem neunten BVB-Sieg im neunten Pflichtspiel verabschiedeten die 49 000 Zuschauer in der ausverkauften Arena beide Mannschaften mit Beifall - so viel Applaus hatten die 96-Profis zuvor noch nicht eingeheimst.

"Wir haben alles probiert. Aber Dortmund hat Qualität, der BVB ist auf einem guten Weg", erklärte Hannovers Trainer Michael Frontzeck. Auch sein Kollege Thomas Tuchel, der mit einem Vereinsrekord die Spitzenposition in der Liga vor Bayern München verteidigte, war bei kleinen Einschränkungen mit dem Auftritt seines Teams zufrieden. "Der Sieg fühlt sich verdient und hart erkämpft an. Und er fühlt sich nach einer starken Teamleistung an", sagte der Dortmunder Erfolgscoach.

Top-Stürmer Pierre-Emerick Aubameyang überzeugte diesmal als Elfmeterschütze. Zunächst verwandelte er in der 35. Minute einen Foulelfmeter, zudem setzte er mit einem Handelfmeter (85.) den Schlusspunkt unter das Top-Spektakel. Henrich Mchitarjan (44.) und 96-Profi Felipe (67.) mit einem Eigentor erzielten die anderen Dortmunder Treffer. Für die Gastgeber traf der polnische Stürmer Artur Sobiech nach einem blitzsauberen Konter (18.) und nach einem Patzer von BVB-Profi Mats Hummels (53.) zweimal.

"Wir müssen noch einen Tick stabiler stehen", forderte Hummels. Er unterlief beim zweiten Gegentor eine Flanke von 96-Profi Edgar Prib sträflich. Dadurch brachte er seine Mannschaft in eine gefährliche Situation. "Nach dem 2:2 hätte das Spiel auch in eine andere Richtung gehen können", sagte BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke. "Die beiden Gegentore hätten so nicht fallen dürfen."

Auf der anderen Seite war der Brasilianer Felipe der große Pechvogel der Partie. Er ersetzte 96-Kapitän Christian Schulz, der wegen einer Rückenverletzung diesmal nicht als Innenverteidiger auflaufen konnte. Lange Zeit machten Felipe und seine Kollegen das Abwehrzentrum dicht, doch nach einem Schubser gegen den Dortmunder Jonas Hofmann, der den verletzten Marco Reus vertrat, zeigte Schiedsrichter Daniel Siebert zum ersten Mal auf den Elfmeterpunkt. Eine harte Entscheidung, die man geben kann, aber nicht unbedingt muss.

Nach der Pause kam es für Felipe knüppeldick. Erst lenkte er eine Flanke des starken Matthias Ginter ins eigene Tor, dann unterlief ihm das Handspiel, das zum zweiten Dortmunder Elfmeter führte. "Er hat eine schwere Nacht vor sich", sagte 96-Coach Frontzeck. Er hatte insgesamt fünf Änderungen in der Startelf vorgenommen. Vor allem der Japaner Hiroshi Kiyotake deutete beim Comeback nach dreimonatiger Verletzungspause seine Qualitäten an. "Ihn möchte ich besonders herausstellen", betonte Frontzeck.

Spieldaten:

Ballbesitz in %: 28,9 - 71,1

Torschüsse: 5 - 17

gew. Zweikämpfe in %: 47,2 - 52,8

Fouls: 15 - 16

Ecken: 2 - 4

Quelle: optasports.com

dpa


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