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Naldo nutzte in der 49. Minute seine Freiräume in der Dortmunder Abwehr zum 2:1.

Naldo nutzte in der 49. Minute seine Freiräume in der Dortmunder Abwehr zum 2:1. © Peter Steffen

Fußball

BVB-Rückschlag: 1:2 bei Pokal-Generalprobe in Wolfsburg

Jürgen Klopp diskutierte nach Schlusspfiff mit Schiedsrichter Marco Fritz, doch die Fans feierten die Spieler trotz der 1:2 (1:1)-Niederlage beim VfL Wolfsburg.

Wolfsburg. Die Anhänger von Borussia Dortmund ließen sich den Nachmittag nicht verderben, obwohl das Ergebnis ernüchternd war und der BVB auf dem erhofften Weg in die Europa League einen Rückschlag erlitt. "Der Schiedsrichter hat ein überragendes Spiel gemacht, aber in drei Situationen daneben gelegen", lästerte Klopp: "Ansonsten ist alles gut."

Im drittletzten Spiel mit Klopp auf der Bank konnten sich die Dortmunder bei der Generalprobe für das DFB-Pokalfinale keinen Punkt sichern und die Heimserie des VfL in der Volkswagen-Arena nicht beenden. Der BVB bleibt damit vor dem letzten Punktspiel gegen Werder auf Platz sieben.

Die beiden Pokalfinalisten zeigten eine unterhaltsame Vorstellung mit hohem Tempo. "Das war eine  gute Partie von beiden Mannschaften", kommentierte De Bruyne: "Das war hohes Niveau, das wir heute gesehen haben."

Die Wolfsburger blieben auch im 17. Heimspiel der Saison ungeschlagen und sind fast schon Vize-Meister. Zwei Wochen vor dem erneuten Aufeinandertreffen im Berliner Olympiastadion schossen vor 30 000 Zuschauern Daniel Caligiuri (1. Minute) und Naldo (49.) die Wolfsburger Tore. Für die Dortmunder traf nur Pierre-Emerick Aubameyang (11./Foulelfmeter).  

Die Dortmunder spielten in der ersten Halbzeit mutig nach vorne und hatten mehr Ballbesitz. Doch die besseren Torchancen besaßen die von Kevin De Bruyne angetriebenen Gastgeber, die in der zweiten Hälfte dominierten. "Es hat sich ein Schlagabtausch entwickekelt, der überragend war", kommentierte Wolfsburgs Trainer Dieter Hecking.   De Bruyne feierte gegen Dortmund einen Rekord, als er Caligiuri bereits in der ersten Minute die Führung mit einem Pass vorlegte. 20 Vorlagen zu Toren hatte der Belgier bereits vor dem Spiel gegeben, genauso viele wie Zvjezdan Misimovic in der Wolfsburger Meistersaison 2008/09. Nun ist De Bruyne alleiniger Rekordhalter.

De Bruynes Vorlagen-Bilanz wäre noch besser gewesen, wenn Bas Dost treffsicherer gewesen wäre. Auf der Jagd nach der Torjäger-Kanone tat sich der Mittelstürmer der Wolfsburger schwer. Der niederländische Torjäger des VfL konkurriert im Endspurt vor allem mit den verletzten Alexander Meier (Frankfurt) und Arjen Robben (München) und wurde von seinen Mitspielern immer wieder gesucht.

Doch Dost vergab seine Vorlagen großzügig. Wie es besser geht, zeigte Naldo. Der Brasilianer staubte zum zweiten VfL-Treffer per Drehschuss ab, nachdem der BVB den Ball im Anschluss an einen Ecke nicht aus der Gefahrenzone bekam.

Bei den Dortmundern sorgte am ehesten Henrich Mchitarjan für Gefahr, während Shinji Kagawa sich im Zentrum des Mittelfeldes kaum durchsetzen konnte. Der schnelle BVB-Ausgleich wurde indes über die andere Seite eingeleitet, als Kevin Kampl sich geschickt in den Zweikampf mit VfL-Keeper Diego Benaglio bewegte und einen Strafstoß herausholte: Aubameyang verwandelte sicher. Ein klarer Elfmeter, aber kein Rot wegen Notbremse befand der Keeper: "Kampl bewegte sich vom Tor weg, und zwei unserer Leute hätten noch eingreifen können." 

 

Spieldaten:

 

Ballbesitz in %: 47,7 - 52,3

Torschüsse: 12 - 17

gew. Zweikämpfe in %: 57,7 - 42,3

Fouls: 11 - 11

Ecken: 6 - 5

Quelle: optasports.com

dpa


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