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Gladbachs Torschütze André Hahn traf zum späten Ausgleich.

Gladbachs Torschütze André Hahn traf zum späten Ausgleich. © Marius Becker

Fußball

Augsburg vergibt Sieg - Hahn trifft für Gladbach zum 1:1

In der Nachspielzeit verhindert der ehemalige Augsburger André Hahn einen FCA-Erfolg in Mönchengladbach. Wie viel der Punktgewinn wert sein wird - das dürfte sich erst am 20. Mai erweisen. Auf jeden Fall befinden sich die Schwaben nach wie vor in Not.

Mönchengladbach. Das 1:1 (0:0) zwischen Borussia Mönchengladbach und dem FC Augsburg ist ein Remis, das keinem der beiden Fußball-Bundesligisten so richtig hilft.

"Natürlich ist man verärgert, wenn man so lange 1:0 führt und dann mit dem Schlusspfiff das 1:1 bekommt" - so kommentierte FCA-Trainer Manuel Baum das Unentschieden, nach dem die Schwaben mit 36 Punkten weiter um den Klassenverbleib bangen müssen.

"Das ist natürlich total bitter", sagte Augsburgs Torhüter Marwin Hitz zum Ausgleichstreffer des ehemaligen FCA-Profis André Hahn in der vierten Minute der Nachspielzeit. Statt 38 Zählern sind es nun zwei weniger. Und die verbleibenden Aufgaben sind für Baum und Co. schwer: Am kommenden Samstag gastiert Borussia Dortmund in Augsburg, dann kommt es am 20. Mai zum möglichen Showdown bei 1899 Hoffenheim.

Borussia-Chefcoach Dieter Hecking zeigte sich erleichtert: "Ich bin froh, dass wir das 1:1 noch gemacht haben." Immerhin kann die Elf vom Niederrhein mit 43 Punkten noch immer daran denken, es in die Europa League zu schaffen. Bei Heckings früherem Arbeitgeber VfL Wolfsburg und gegen Absteiger Darmstadt 98 soll die Teilnahme am internationalen Wettbewerb noch möglich gemacht werden.

"Der Punkt könnte nichts, aber auch eine ganze Menge wert sein am Ende. Wir müssen jetzt noch sechs Punkte einfahren. Dann können wir am Ende gucken, ob es zu etwas reicht", meinte Borussia-Mann Christoph Kramer. Eines aber machte der Weltmeister auch klar: "Die drei gewonnenen Punkte von Mainz hast du heute nicht vergoldet."

Woran das lag? Vieles sei Stückwerk geblieben, befand Hecking ob spielerischer Mängel. Zu viele Querpässe, "und nach vorn finden wir nicht die zündende Idee", bemerkte der Borussia-Coach. Immerhin habe sich sein Team mit der letzten Aktion noch belohnt. Hecking: "Mit dem Punkt bin ich zufrieden, mit der Leistung natürlich nicht."

Dem anfangs großen Druck der Elf vom Niederrhein entzogen sich die Augsburger vor 52 362 Zuschauern nur langsam. Es dauerte bis zur 19. Minute, ehe der FCA durch Alfred Finnbogason zu einem Abschluss kam. Doch der 22-Meter-Versuch des Isländers stellte Yann Sommer im Borussia-Gehäuse vor keinerlei Probleme.

Besser machte es Finnbogason dann in der 57. Minute. Aus einem Borussia-Einwurf entwickelte sich das 1:0 für die Gäste: Halil Altintop schickte seinen isländischen Mitspieler steil. Von Sommers Fuß sprang der Ball ins Netz. Dass am Ende trotzdem nur das 1:1 in der Augsburger Ergebnisliste stand, machte Finnbogason schon nachdenklich. "Wir hatten einen super Plan und haben ihn auch über 93 Minuten umgesetzt, dann haben wir in der letzten Minute es nicht mehr geschafft, den letzten Angriff zu verteidigen."

Aber er will sich nicht lange damit aufhalten: "Wir haben alles noch in der eigenen Hand." So machen sich der 28-jährige Finnbogason und seine Mitstreiter Mut. Aber eines, das machte Augsburgs Österreicher Martin Hinteregger klar, muss dann stimmen: "Man muss bis zur letzten Minute konzentriert sein." Und weil das im Borussia-Park nicht so war, fühlte sich das Remis zumindest für FCA-Spielführer Paul Verhaegh "wie eine Niederlage an".

dpa


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