Navigation:
Jonathan Schmid (l) erzielte per Kopf das 1:0 für Hoffenheim.

Jonathan Schmid (l) erzielte per Kopf das 1:0 für Hoffenheim. © Uwe Anspach

Fußball

1:0 gegen 96: Stevens erster Sieg in Hoffenheim

Hoffenheim gelingt gegen Hannover der erste Heimsieg der Saison. Doch die nächste Gegner Schalke 04, Bayer Leverkusen und Bayern München sind von einer anderen Kragenweite.

Sinsheim. Im sechsten Anlauf hat Trainer Huub Stevens seinen ersten Sieg mit 1899 Hoffenheim gefeiert, die Freude darüber fiel allerdings sehr verhalten aus.

"Die Situation ist wie vor dem Spiel. Wir haben zwar drei Punkte, aber wir stehen immer noch da unten", sagte der 62-jährige Niederländer. Die Kraichgauer gewannen das Duell der Abstiegskandidaten gegen Hannover 96 mit 1:0 (1:0). Damit gaben sie wenigstens den letzten Tabellenplatz der Fußball-Bundesliga an den ungeliebten Landesrivalen VfB Stuttgart weiter. Auch Hannover muss sich in dieser Form weiter ernsthafte Sorgen um den Klassenverbleib machen.

In einer schwachen Begegnung vor 25 531 Zuschauern in der Sinsheimer Rhein-Neckar-Arena erzielte der Ex-Freiburger Jonathan Schmid in der 30. Minute das Tor des Tages. Damit gelang der TSG der erste Heimerfolg dieser Saison. "Ich denke, dass wir uns ganz schwergetan haben, ins Spiel zu finden", räumte Stevens ein, der am letzten Vorrunden-Spieltag nun zu seinem Ex-Club Schalke 04 reist.

"Das ist ein bitterer Nachmittag für uns. Ich denke, wir hatten genügend Torchancen, um was mitzunehmen", meinte Chefcoach Michael Frontzeck, konnte damit aber nur ein paar wenige Kopfbälle gemeint haben. Nationalkeeper Ron-Robert Zieler erklärte: "Es ist extrem fatal, so einen Mitbewerber stark zu machen. Man sollte es eigentlich tunlichst vermeiden, gegen einen direkten Konkurrenten zu verlieren." Hannover fehlte allerdings in den verletzten Uffe Bech, Felix Klaus, Artur Sobiech und Hiroshi Kiyotake eine komplette Offensivreihe.

Bloß keinen Fehler machen! - mit dieser Devise starteten beide Teams in die Partie, übervorsichtig, und im Zweifelsfall mit einem Rückpass. So war Torhüter Oliver Baumann in seinem 50. Erstliga-Spiel für Hoffenheim einer der meistbeschäftigten Profis der ersten Halbzeit. Die erste Torchance bot sich TSG-Nationalspieler Kevin Volland, dessen Flachschuss Kapitän Christian Schulz gerade noch vor der Torlinie abblockte (12. Minute).

Kurz darauf schien sich ein Kopfball von Ceyhun Gülselam bereits ins Hoffenheimer Netz zu senken, da touchierte das Leder noch die Latte und landete auf der Torlinie, ehe ihn Niklas Süle wegdrosch - Glück für die Mannschaft von Stevens.

Die Hausherren versuchten, das Spiel an sich zu reißen, doch den Druck angesichts der sportlichen Krise konnten sie zunächst nicht abschütteln. So fiel das 1:0 "aus heiterem Himmel", wie auch Stevens einräumte: Schmid köpfte im Tiefflug nach einer Volland-Flanke ein. Urplötzlich wuchs damit das Selbstbewusstsein der TSG. Einen weiteren Kopfballtreffer von Innenverteidiger Fabian Schär gab Schiedsrichter Jochen Drees wegen Abseitsstellung nicht, die Hoffenheimer waren nun aber deutlich überlegen.

Nach der Pause hätte Volland für eine schnelle Vorentscheidung sorgen können, traf aber den Ball nach einem feinen Rückpass von Amiri nicht (54.). Wenige Minuten später schoss er aus aussichtsreicher Position Zieler an. So musste Volland - ungewohnt für ihn - bereits nach 65 Minuten Eduardo Vargas Platz machen.

Zu einfallslos gingen die Hannoveraner auf der Gegenseite zu Werke, um noch die Wende zu erzwingen. Salif Sané vergab allerdings noch eine dicke Kopfballchance (69.). So gewannen die Hoffenheimer, bei denen Youngster Nadiem Amiri erneut eine starke Leistung bot, auch das fünfte Duell in Serie gegen die 96er.

Die Spieldaten:

Ballbesitz in %: 44,2 - 55,8

Torschüsse: 14 - 19

gew. Zweikämpfe in %: 44,3 - 55,7

Fouls: 18 - 19

Ecken: 3 - 10

Quelle: optasports.com

dpa


Bildergalerien Alle Galerien
Anzeige
Anzeige