Unter Beschuss: Indians-Keeper Jan Münster gegen Austin Wycisk
HANNOVER. Wieder ein Frustwochenende für die Hannover Indians. Am Freitag rutschten sie in Bremerhaven knapp am Punktgewinn (5:6) vorbei, am Sonntag verbauten sie sich gegen Spitzenreiter München das Erfolgserlebnis wie so oft selbst. Gegen den Tabellenführer verloren sie mit 1:3. Glück nur, dass der Sieg von Schlusslicht Freiburg gegen Weißwasser wegen eines nicht spielberechtigten Akteurs für die Füchse gewertet wurde, sonst wären die Indians Letzter.
Kämpferisch wollte Joe West seiner Mannschaft keinen Vorwurf machen. „Das war eine der besten Leistungen in den letzten zwei Monaten“, lobte West die Spieler. Doch die brachten sich durch schwere Fehler um den Lohn.
Und München nahm die Geschenke dankbar an. Das 0:1 fiel nach einer druckvollen Anfangsphase der Indians. Vorausgegangen war ein haarsträubender Fehlpass von PJ Atherton in der Verteidigungszone, Mark Heatly sagte danke.
Auch das zweite Drittel begannen die Indians stürmisch und kamen durch John Hughes schnell zum Ausgleich. Brady Leisenring, Brad Bagu und Jamie Chamberlain hatten sogar Chancen zur Führung. Doch dann schlich sich der nächste dicke Patzer ein. Einen haltbaren Schuss aus der neutralen Zone ließ der bis dahin aufmerksame Indians-Keeper Jan Münster, der vorher Routinier Niklas Hede einen Strafschuss vom Schläger genommen hatte, durch die Schoner rutschen – 1:2. Kurz vor Schluss mussten sie dann noch den dritten Gegentreffer hinnehmen. „Für uns wars trotzdem ein Fortschritt“, fand West. psc