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2:1 gegen Mannheim

Scorpions wieder frisch im Kopf

Wichtiger Heimsieg im Kmapf um die besten Play-off-Plätze. Die Hannover Scorpions besiegten am Sonntag die Adler Mannheim in der TUI-Arena mit 2:1.

EINGEFANGEN: Thomas Dolak schnappt sich Sturmkollege Klaus Kathan (Mitte) nach dessen Tor zum 1:0 gegen Mannheim.

© zur Nieden

VON SIMON LANGE

HANNOVER. Die rosafarbene Krone stand dem „König“ gut. Töchterchen Aiva (5) hatte den Kopfschmuck für Papa und Geburtstagskind Aris Brimanis gebastelt. Mit dem Nachwuchs auf dem Arm fuhr der 38-jährige Scorpions-Verteidiger auf die Ehrenrunde nach dem 2:1-Sieg gegen Mannheim gestern in der TUI-Arena. Er genoss das Ständchen der Fans, behielt aber den Blick fürs Wesentliche: „Die drei Punkte sind enorm wichtig und ein großartiges Geschenk. Das beste, was die Mannschaft mir hätte machen können“, freute sich Brimanis.

Im Gegensatz zur 2:5-Pleite am Freitag in Nürnberg, als die Scorpions „schwindelig gespielt wurden“ (Sascha Goc), waren sie diesmal „besser vorbereitet, speziell mental“, sagte Brimanis. Gegen Mannheim „waren wir aufgeweckt und haben wenig zugelassen“, so Goc.

Tatsächlich hatte der Gast gegen die sehr konzentrierten Scorpions kaum Chancen. „Hannover hat das Eis ganz, ganz eng gemacht“, lobte Mannheims Trainer Teal Fowler. Und wenn die Adler doch mal die Scorpions-Abwehr durchflogen, war Torhüter Travis Scott zur Stelle.

Sein überraschendes Comeback gab Chris Herperger. Der Center sollte nach überstandenem Mittelfußbruch eigentlich erst kommende Woche spielen, fühlte sich aber fit und wollte unbedingt auflaufen.

Für die Tore sorgten gestern seine Sturmkollegen. Klaus Kathan brachte Hannover in Überzahl mit 1:0 in Führung (25.). Verantwortlich für den Siegtreffer nach dem 1:1 von Dan McGillis (30.) war die zuletzt konstant starke vierte Reihe. Niki Mondt legte klug auf Sachar Blank ab, der direkt zum 2:1 abzog (37.). Es wurde nur noch einmal brenzlig, als Mannheim mit einem Mann mehr auf den Ausgleich drückte. Doch beim Schuss von Pascal Trepanier 30 Sekunden vor Schluss rettete der Pfosten.
„Das war heuer vielleicht das beste Heimspiel“, so Scorpions Trainer Hans Zach. Der Tabellenstand kümmere ihn wenig. „Mich interessiert mehr, wie wir spielen. Heute waren wir sehr abwehr- und zweikampfstark.“

Im Kampf um die besten Plätze scheint Hannover wieder gut aufgestellt zu sein. Ob es die letzten Play-offs von Brimanis im Scorpions-Trikot sind, ist fraglich. Ein Angebot von Geschäftsführer Marco Stichnoth zur Vertragsverlängerung liegt ihm vor, Brimanis hat allerdings auch Offerten aus dem Ausland. „Ich würde aber gerne bleiben“, sagt er. Es hängt also am Geld.


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