TRAURIGE INDIANER: Jamie Chamberlain und Brad Bagu (links) gefrustet nach der Niederlage.
HANNOVER. Joe Wests Fazit beschreibt die primären Probleme der Hannover Indians. „Mir fehlt ein richtiger Knipser“, sagte der Trainer des Zweitligisten nach der 2:4-Niederlage gestern gegen die Schwenninger Wild Wings. West weiter: „Nach der Führung müssen wir das 3:0 schießen.“ Dann hätten sie das Spiel entschieden. Doch wie so häufig haperte es beim Aufsteiger mit der Chancenverwertung.
Im ersten Drittel profitierten sie noch von undisziplinierten Gästen. Die hatten es zu Anfang vor allem auf Indians-Top-Scorer Kyle Doyle abgesehen. Dominik Quinlan trieb es zu heftig, ging gleich für zwei plus zehn Minuten. Die Strafe nutzte Brady Leisenring nur fünf Sekunden später zur Führung. Und als PJ Atherton wenig später sogar das 2:0 erzielte, schienen die Indians auf einem guten Weg.
Doch wie so häufig vergaßen sie in der Folge das Toreschießen. SERC-Torwart Steve Sil-verthorne parierte im Mittelabschnitt gleich ein halbes Dut-zend Super-Chancen von Dole, Petre Mares, John Hughes und DJ Jelitto. Der hatte die dickste Chance zum Tor. Da stands aber schon 2:2.
Und dann sorgte ausgerechnet Doyle, der zweimal das 3:0 auf dem Schläger hatte, für die Entscheidung zugunsten der Gäste. Er checkte Wildwings-Verteidiger Adam Borzecki hart mit dem Ellenbogen, bekam für die Verletzungsfolge eine Spieldauer. Trainer Joe West wollte es nicht wahrhaben, Doyle musste trotzdem gehen. Die fünfminütige Unterzahl überstanden die Indians nicht schadlos.