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Pferdeturm

Indians souverän: 3:0 gegen Ravensburg

Hannover Indians in Bestform: Gegen Ravensburg gewann der Eishockey-Zweitligist am Freitagabend verdient mit 3:0. Vor 3517 Zuschauern trafen Koziol, Leisering und Doyle für den Aufsteiger.
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Zweikampf: Josef Staltmayr gegen Ash Goldie.

© Petrow

So wirds auch was in den Play-downs. „Die liegen uns nicht. Gegen die haben wir uns immer schwer getan“, hatte Indians-Pressesprecher Jan Roterberg noch vor dem Eishockey-Zweitligaspiel gegen Ravensburg gemutmaßt.

Von wegen. Stattdessen war am Freitagabend am Pferdeturm endlich mal wieder Partystimmung: Erst musste das erste Bully um zehn Minuten nach hinten verschoben werden – die Indians wollten sichergehen, dass jeder der 3517 Fans ab der ersten Sekunde sein konnte. Und dann spielten die Hannover Indians 60 Minuten lang tolles Eishockey – in dieser Form wäre selbst der direkte Klassenerhalt durchaus machbar gewesen.

Nachdem vor einer Woche der Tabellenvierte und Meister Bietigheim hatte dran glauben müssen, mühten sich die Indians redlich, um auch den Zweitligadritten zu erledigen.

Trainer Joe West ließ konsequent mit vier Blöcken spielen, die Defensive stand sehr kompakt, so dass das 2:0 nach 40 Minuten hoch verdient war. Vor den Augen der Kultusministerin Elisabeth Heister-Neumann, die sich mit einem Indians-Schal gegen die Kälte schützte, traf Christoph Koziol (9.) nach toller Einzelleistung zur Führung, Brady Leisenring (22.) staubte nach Pass von John Hughes zum 2:0 ab – die Vorentscheidung.

Einziges Manko: Die Indians ließen zahlreiche Großchancen liegen, kurvten teilweise ewig durch Ravensburger Drittel, feuerten aber keinen Schuss ab. Selbst zwei doppelte Überzahlsituationen blieben ungenutzt.

Doch diese Schwäche blieb unbestraft. Stattdessen nutzte Kyle Doyle eine weitere Schwachstelle in der Ravensburger Abwehr zum 3:0 (44.). Der Kanadier war vor der Partie zum Spieler des Monats Februar gewählt worden.

Außerdem positiv: Mit Josef Staltmayr saß nur ein Hannoveraner für zwei Minuten auf der Strafbank – ein rundherum perfekter Indians-Abend.

(Michael Kramer)


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