Die Indians bejubeln das 1:0.
Hannover. Los ging es mit einem Knall: Peter Abstreiter checkte Indianer Danny Pyka brutal in die Bande. Abstreiter hatte so nach 55 Sekunden Feierabend – Spieldauerdisziplinarstrafe. Pyka wurde benommen vom Eis geleitet, biss auf die Zähne und spielte weiter. Nach dem Schreck gab es dann auch Eishockey, allerdings neutralisierten sich beide Teams in der Anfangsphase komplett, spielten hochgradig konzentriert und lauerten auf entscheidende Fehler, die jedoch ausblieben. Die größte Chance hatte Sven Gerbig, als er aus kürzester Distanz den Puck über das Landshuter Tor löffelte (19.).
Das zweite Drittel begann mit einer riesigen Chance für Landshut – nach einem Konter war es Youngster Maik Blankart, der den Puck noch von der Linie kratzte (23.). Ganz stark spielte auch Debütant Ryan Olidis, der für den verletzten Fraser Clair ins Team rückte. Mit Ruhe und Übersicht machte der Kanadier auf sich aufmerksam. Dann rasteten die 3521 Fans am Pferdeturm vollkommen aus. DJ Jelitto gelang im Fallen ein Kunststück, als er den Puck zum 1:0 in den Kasten befördern konnte (46.). Noch mehr Grund zum Feiern gab es drei Minuten später: Das zu Spielbeginn ausgeknockte Stehaufmännchen Pyka markierte das 2:0 und legte damit den Grundstein für den verdienten Indians-Sieg. Somit marschiert Hannover weiter mit Siebenmeilenstiefeln gen Play-offs.
(Von Eric Zimmer)