KÖLN/HANNOVER. In der Fremde sind die kriselnden Hannover Scorpions immer wieder mal für eine Überraschung gut: 3: 2 in Köln – Saisonsieg Nummer drei beim Lieblingsgegner. Dabei waren die Scorpions nach dem nachmittäglichen Sieg der Nürnberger zwischenzeitlich sogar auf den letzten Tabellenplatz abgerutscht – und obendrein fehlte mit Sascha Goc, Stephan Daschner und Paul Manning drei verletzte Verteidiger. Für Geschäftsführer Marco Stichnoth Grund genug, weiter an eine Chance im Kampf um einen Play-off-Platz zu glauben: „Erst wenn der Bus abgefahren ist, sind wir geschlagen“, zitierte Stichnoth ein Bonmot des englischen Fußballers Gary Lineker.
Das traf gestern auf jeden Fall zu. Großer Rückhalt einer kampfstarken Scorpions-Mannschaft war Torwart Jonas Langmann, der sein Team in kritischen Phasen mit tollen Paraden im Spiel hielt. Vier Minuten vor Schluss schickte Schiedsrichter Stefan Vogl beim Stande von 2:2 Andreas Morczinietz und Stephan Wilhelm zeitgleich auf auf die Strafbank – da hätte wohl kaum ein Zuschauer in der Kölner Arena noch einen Pfifferling auf die Gäste gesetzt. Doch die überstanden die haarige Situation schadlos und setzen 64 Sekunden vor Schluss noch einen drauf: Ryan Maki hielt in einen Schuss von Niki Mondt den Schläger rein – 3:2, Makis zweiter Treffer bedeutete den Sieg.
Sonntag haben die Scorpions spielfrei, weiter gehts mit dem Heimspiel am Dienstag (19.30 Uhr) gegen Spitzenreiter Berlin. ub/mlg