Betröppelt verlassen die Hannover Scorpions die Eisfläche der TUI-Arena - wieder verloren!
Hannover. Schlimmer gehts immer – traurige Wahrheit für die Hannover Scorpions in dieser Gurken-Saison. Als wäre alles nicht schon bitter genug, schrieben die Scorpions am Dienstag ein peinliches Kapitel DEL-Geschichte. Das Dutzend ist voll: Das 1:2 gegen die Augsburger Panther, das auswärtsschwächste Team der Liga, bedeutete die zwölfte Heimpleite in Folge. Der bisherige Negativ-Rekord der Füchse Weißwasser aus der Saison 95/96 ist eingestellt.
Das Team von Trainer Toni Krinner hatte zuletzt am 30. Oktober gegen Köln das Eis in der TUI-Arena als Sieger verlassen. Das Toreschießen fällt den Scorpions unheimlich schwer, im Schaffen negativer Superlative macht ihnen in der Liga aber so schnell keiner was vor. Scott King hatte sich verzweifelt in den entscheidenden Konter der Panther geworfen. Vergebens. Gregory Moore traf zum 2:3-Endstand (46.). Die Scorpions-schockgefroren.
Bibber-Kälte an der Expo-Plaza – und auch im Inneren der Arena gabs nichts Herzerwärmendes. Das Spiel pendelte sich schnell auf DEL-Elendsviertel-Niveau ein.
Die ersten Minuten – ganz schwere Kost. Die beste Möglichkeit versiebte Scorpions-Stürmer Chris Herperger bei einem Konter in Unterzahl (16.).
Die Scorpions, die ohne Sachar Blank (Gehirnerschütterung) und die Langzeitverletzten Paul Manning und Eric Regan antraten, gaben sich wie so häufig alle Mühe und auch nach dreifachem Rückstand nicht geschlagen. Andy Reiss fand im doppelten Zusammenspiel mit Martin Hlinka die passende Antwort auf das 0:1 und netzte zum verdienten Ausgleich ein (28.).
Nur vier Minuten später war der schon wieder Vergangenheit. Augsburgs Sean O’Connor schoss die Scheibe am zögerlichen Bryce Lampman vorbei in die kurze Torwart-Ecke von Dimitri Pätzold. „Die Wahrheit ist, dass die letzten beiden Tore nie im Leben so fallen dürfen. Wir kriegen Tore, die es sonst nur im Gruselkabinett gibt“, war Trainer Toni Krinner restlos bedient. Und polterte weiter: „Es kotzt mich an, dass wir wieder auf diese Art ein Spiel verlieren.“
Mit Jeff Hoggans Gewaltschuss in die Maschen zum 2:2 nur 13 Sekunden nach Beginn des dritten Drittels keimte zarte Hoffnung bei den Scorpions und den fast 4000 Zuschauern in der Arena – letztlich vergeblich.
Tore: 0:1 Trevelyan (25:25), 1:1 Reiß (27:23), 1:2 O’Connor (31:15), 2:2 Hoggan (40:13), 2:3 Moore (45:23)
Schiedsrichter: Rochette (Schweiz)
Zuschauer: 3929
Strafminuten: 4 / 2
Beste Scorpions: Andy Reiss, Stephan Wilhelm