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Reisereporter Abschlag zwischen Wüste und Meer
Reisereporter Abschlag zwischen Wüste und Meer
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17:00 05.02.2010
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Und zwar am besten da, wo die Sonne scheint und es auch an golffreien Tagen genügend sportliche Abwechslung gibt. Der rund erneuerte Robinson Club Soma Bay in Ägypten ist so ein Ort. Tauchen, Kitesurfen und Golfspielen – das ist dreimal herrlicher Spaß zwischen Wüste und Rotem Meer.

Es ist ja nicht so, dass man darauf stolz sein sollte. Aber wenn der Abschlag schon so grandios daneben geht wie auf der Bahn 15 und der Ball im Wasser landet, dann aber bitteschön mit Stil. Und wann gibt es schon die Gelegenheit, einen Ball im tiefblauen Wasser des Roten Meeres zu versenken? Auf dem Golfplatz „The Cascades“ in Soma Bay öfter als einem lieb ist. Mehrere atemberaubende Spielbahnen verlaufen auf dem von Gary Player gestaltete Golfplatz parallel zum Meer, dass bei Temperaturen mit hohem Schwitzfaktor immer wieder mit seinen Reizen lockt. Und hätte der Flight hinter uns ein bisschen mehr gebummelt, dann wäre die Versuchung, eine Ball-Rettungsaktion mit kurzer Ganzkörper-Abkühlung zu starten, garantiert zu groß gewesen.

Aber auch ohne Badestopp bietet diese Par-72-Anlage, die nur einen guten Abschlag vom Robinson Club entfernt liegt, unvergessliche Ausblicke auf satte und gut gepflegte Fairways, die sich eindrucksvoll von der rauen Wüste und dem kristallklaren blauen Wasser des Meeres abheben. Irgendwie bizarr, aber auch wunderschön. Es überrascht nicht, dass „The Cascades“ (Höhepunkt ist das 5. Loch, Par 3 mit Meer-Grün, Kamera nicht vergessen!) von deutschen Golfern zu einem der weltweit beliebtesten Plätze gewählt wurde. Seinen Ruf als „Schatz des Roten Meeres“ hat er sich allemal verdient.

Nur eine gute Viertelstunde Transfer vom Robinson Club entfernt können Golfer seit dieser Saison auch auf den Bahnen des attraktiven Madinat Makadi Resorts einlochen. Der Platz ist nicht ganz so spektakulär wie „The Cascades“, dafür hat er mehr Charme, weil hier viel Wert auf das Ambiente und die Kleinigkeiten gelegt wurde. So sind etwa die Wasserhindernisse und die für die nordafrikanische Landschaft typischen kleinen Gebäude und Mauern sehr liebevoll in die Anlage eingebettet.

Für beide Plätze gilt: Nicht vom vielen Sand zwischen Abschlag und Fairway-Beginn beeindrucken lassen und ruhig statt von gelb von weiß abschlagen; das kann viel Frust und Sand in den Schuhen ersparen.

Den Drachen an der Leine

„Morgen ist Wind“ steht auf dem Schild der Kitesurfschule „7 Beaufort“ von Soma Bay. Ganz so heftig wie es der Name der Schule suggeriert, bläst es an diesem Tag dann doch nicht, aber ihr Versprechen halten sie – fast an jedem Tag. Die Bucht mit besonders für Anfänger gut geeignetem sandigen Flachwasser und dem beständigem Wind bietet ganzjährig beste Bedingungen fürs Kitesurfen.

Durch die Nähe der Berge zum Meer verstärkt sich hier der Wind, was Soma Bay zu einem der besten Kite-Surfing-Gebiete in Ägypten macht. „Kite“ heißt so viel wie Drachen, und von dessen Segeln lassen sich die Surfer an langen Leinen über das Wasser ziehen. Ein bisschen Mut muss man schon haben, um sich mit dem Drachen einzulassen. Aber wer nicht kneift, wird belohnt: Kitesurfen, das ist ein rasantes Abenteuer, die perfekte Mischung aus Sport und Spaß im Urlaub.

Auf dem Steg zum Hausriff

Für eine gemütliche Tasse Tee ist Zeit genug die Fahrt gerade aus. Es ist noch sehr früh, die letzte Nacht war sehr lang, aber die Müdigkeit verschwindet schnell mit dem Fahrtwind. Vom Hafen von Soma Bay geht es mit dem Tauchboot in der Umgebung von Safaga. Das Ziel: Shaab Sher – der Kamelrücken. Nach etwa 20 Minuten verlangsamt das Boot die Fahrt, die Aufregung steigt, schließlich liegt der letzte Tauchgang schon ein bisschen zurück.

Doch mit dem Sprung ins Wasser ist die Nervosität vorbei, entspannt geht es nach unten zum Korallenriff. Die Stille und das Gefühl der Schwerelosigkeit sind immer wieder aufs Neue beeindruckend, genau wie die bunte und vielfältige Unterwasserwelt des Roten Meeres mit Zackenbarsch und faszinierenden Korallen.

Die gibt es auch in unmittelbarer Nähe des Clubs. Ein 420 Meter langer Steg fährt vom Strand hinaus ins Meer, direkt bis ans Hausriff. Besonders für Tauchanfänger sind das ideale Übungsbedingungen, wer lieber schnorchelt, kommt hier aber auch auf seine Kosten.

Von Christian Purbs

Anreise

Die Strecke nach Hurghada wird von mehreren Airlines bedient. Von Hannover fliegen zum Beispiel Air Berlin und Condor die ägyptische Stadt an. Die Flugzeit beträgt etwa viereinhalb Stunden. Vom internationalen Flughafen Hurghada sind es noch knapp 50 Kilometer bis nach Soma Bay.

Weitere Informationen

Mit Temperaturen um durchschnittlich 20 bis 25 Grad ist der Winter in Soma Bay sehr mild. Die Wassertemperatur liegt im Januar bei etwa 22 Grad.

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