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Rund um die Welt So finden Europa-Reisende eine Alternative zum Billigflieger
Reisereporter Rund um die Welt So finden Europa-Reisende eine Alternative zum Billigflieger
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10:57 09.10.2018
Wer etwas für die Umwelt tun will, steigt bei Reisen innerhalb Europas auf die Schiene um. Quelle: Christin Klose
Berlin

Ein verlängertes Wochenende in Italien oder mal schnell für ein paar Tage nach Amsterdam? Da ist es verlockend, in den Billigflieger zu steigen. Doch nicht immer ist man damit am schnellsten.

Mit Bahn oder Bus zu fahren, kann zügiger sein und noch weitere Vorteile haben - für die Umwelt, aber auch einen selbst. Rechnet man die Wartezeiten am Flughafen und die Anfahrtswege mit ein, braucht man mit dem Flieger manchmal fast genauso lange wie mit der Bahn - oder sogar länger. Das Reiseportal GoEuro.de zählt solche Routen auf: Wien-München, Düsseldorf-Amsterdam, Frankfurt-Paris.

Wenig Zeitunterschied zwischen Flieger und Bahn

Bei vielen Zugstrecken ist der Unterschied zwischen Flieger und Bahn minimal. Von Köln etwa ist man mit dem Zug in rund fünf Stunden in London. Von Frankfurt nach Amsterdam sind es vier Stunden, von Hamburg nach Kopenhagen knapp fünf. "Vom Norden in den Süden und anders herum lässt es sich mit der Bahn schnell reisen", erklärt Jens Hilgenberg, Verkehrsreferent beim Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND). "So kommt man zum Beispiel unglaublich schnell aus Hannover oder Frankfurt nach Basel."

Billigflüge sind oft unschlagbar günstig, wenn der Kunde früh bucht. Doch teuer muss es auch mit Bahn und Bus nicht sein. Vor allem, weil das Aufgabegepäck nicht extra zu bezahlen ist. Wer drei bis sechs Monate im Voraus bucht, kann bei der

Deutschen Bahn ab 19,90 Euro ins europäische Ausland fahren. Mit dem Nightjet der Österreichischen Bundesbahnen (

ÖBB) lässt sich innerhalb Deutschlands oder nach Österreich, Kroatien, Italien, Slowenien, Tschechien, Polen, Ungarn und die Slowakei ab 29 Euro reisen.

Fernbusse lohnen bei Kurzstrecken

Für kürzere Strecken sind auch Fernbusse eine gute Option. In dem tschechischen Unternehmen Regiojet fährt man von Berlin nach Prag in vier Stunden - ab 15 Euro. Mit dem polnischen Unternehmen Polskibus ist man für 9,90 Euro in vier Stunden von Berlin aus in Breslau.

Flixbus bietet auch das

Interflix-Ticket an. Ähnlich wie das

Interrail-Angebot der Bahn können Reisende dabei für 99 Euro zu fünf europäischen Zielen fahren. Zur Auswahl stehen 28 Länder, drei Monate hat man Zeit. Bei der Bahn sind die Fahrten meist kürzer, das Angebot aber auch teurer: Interrail kostet ab 208 Euro - für ein Land.

Selbst wenn man mit Bus und Bahn langsamer unterwegs ist als mit dem Flieger, kann das Vorteile haben. "Das Reisen per Bahn oder Bus sorgt für Entschleunigung und kann stressreduzierend sein und zur inneren Ruhe beitragen", erklärt Sven Groß, Professor am Institut für Tourismusforschung an der Hochschule Harz.

Flexibilität gefragt

Geeignet sind Bus- und Bahnreisen vor allem für flexible Menschen. Wochentags sind die Tickets meist günstiger als am Wochenende. "Diejenigen, die nur für sich selbst verantwortlich sind, sind eher bereit, mit Bus und Bahn zu fahren, als eine vierköpfige Familie, die auf dem Weg in den Sommerurlaub ist", sagt Tourismusforscher Groß.

Das Fliegen ist vor allem für die

Umwelt schädlich. Ein Flugzeug stößt für jeden Personenkilometer 214 Gramm klimaschädliche Treibhausgase aus, erklärt ein Sprecher des Umweltbundesamts. Das sind mehr als fünf Mal so viel wie mit der Bahn im Fernverkehr (38 Gramm). Mit dem Auto sind es immer noch 140 Gramm. Trotzdem bleiben Flugzeug und Auto marktbeherrschend.

Vor allem wer innerhalb Deutschlands oder in angrenzende Länder verreisen will, kommt mit Bahn und Bus gut ans Ziel. Bei vielen Städten sieht das anders aus. Wer zum Beispiel nach Porto, Dublin oder Athen möchte, kommt am Flieger oft praktisch nicht vorbei. Die Anreise per Auto, Bahn oder Fähre ist zeitaufwendig und anstrengend. Doch viele Metropolen erreicht man sogar schneller als mit dem Flieger - und reist entspannter als mit dem Auto.

dpa

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