Menü
Neue Presse | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Rechtstipp "Umorganisation" der Flüge: Entschädigung für Verspätung
Reisereporter Rechtstipp "Umorganisation" der Flüge: Entschädigung für Verspätung
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
05:06 10.05.2016
Werden aufgrund eines Streiks Flüge gestrichen oder umorganisiert, muss die Airline eine Entschädigung zahlen, wenn der Zusammenhang mit dem Streik nicht mehr unmittelbar nachzuweisen ist. Quelle: Boris Roessler
Anzeige
Frankfurt/Main

Wenn eine Fluggesellschaft ihre Flüge wegen eines Streiks "umorganisiert", muss sie bei Annullierungen und deutlichen Verspätungen eine Entschädigung zahlen. So entschied das Landgericht Frankfurt.

Zwar handelt es sich bei einem Streik um einen außergewöhnlichen Umstand - laut EU-Recht ist die Fluggesellschaft dann von der Pflicht zur Ausgleichszahlung befreit. Allerdings muss die Airline zahlen, wenn Annullierungen und Verspätungen nicht mehr unmittelbar auf den Streik zurückgehen.

In dem verhandelten Fall konnte die Airline nicht belegen, dass der Streik ursächlich für die gut achtstündige Verspätung der Maschine der Kläger war. Den Flugumlaufplan zu ändern, sei vielmehr eine unternehmerische Entscheidung gewesen (Az.: 2-24 S 68/15). Über den Fall berichtet die Deutsche Gesellschaft für Reiserecht in der Zeitschrift "ReiseRecht aktuell".

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!
Anzeige