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Kreuzfahrten Seekrankheit mit Hausmitteln bekämpfen
Reisereporter Kreuzfahrten Seekrankheit mit Hausmitteln bekämpfen
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14:28 06.02.2012
Wirksame Medikamente schaffen schnell Abhilfe bei Seekrankheit Quelle: PeelF/pixelio.de
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Im Blut steigen die Stresshormone. Im fortgeschrittenen Stadium entsteht geistige Leere, der Mensch wird lethargisch, verspürt heftigen Brechreiz. Doch ein Erbrechen bringt nur kurze Erleichterung. Die gute Nachricht lautet: Meist verschwinden die Symptome nach ein paar Tagen und man kann vorbeugen. Die schlechte Nachricht gleich hinterher: Manchmal halten die Beschwerden tagelang an und verschwinden erst, wenn der Reisende wieder festen Boden unter den Füßen hat.

Die Rede ist von der Seekrankheit, einer Variante der Reise- oder Bewegungskrankheit, im medizinischen Fachjargon Kinetose genannt. In besonders schweren Fällen sollen Menschen sogar schon festgebunden worden sein, um nicht von Bord zu springen. Jeden kann die Krankheit treffen, nicht nur die Neulinge auf Hoher See. Auch Seeleute, die ein Leben lang ohne Beschwerden kreuz und quer und bei Wind und Wetter auf den Weltmeeren unterwegs gewesen sind, können plötzlich seekrank werden. Die Laune verderben kann das Unwohlsein dem erholungssuchenden Urlauber allemal.

Unklar ist bis heute, wer anfällig ist und wer nicht. Nur bei Kleinkindern und älteren Menschen tritt die Krankheit äußerst selten auf. Ausgelöst wird sie wohl dadurch, dass die Sinnesorgane widersprüchliche Informationen zur räumlichen Lage und Bewegung des Körpers liefern. Die andauernden Widersprüche zwischen der erfahrenen Bewegung und der Lage des eigenen Körpers sollen Fehlersignale im Hirnstamm auslösen.

„Guck‘ immer feste aus dem Fenster“, pflegen Eltern ihren Kindern zu raten, wenn diese über Übelkeit während einer Autofahrt klagen. Der Blick auf den Horizont soll auch der Seekrankheit vorbeugen können. Außerdem soll das Kauen von kleingeschnittener Ingwerwurzel und viel Bewegung an frischer Luft auf Deck gegen das unangenehme Übel helfen. Manche Skipper schwören auf die präventive Einnahme von Vitamin C. Wirksame Medikamente aber schaffen auf jeden Fall rasch Abhilfe.

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