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Region Wunstorf Nachrichten Geht es mit der Nordumgehung voran?
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00:18 25.03.2019
Wunstorfs Bürgermeister Rolf-Axel Eberhardt (von links) bei einem Treffen in Berlin mit dem Landtagsabgeordneten Sebastian Lechner, der Konzernbevollmächtigten Deutsche Bahn Manuela Herbort, dem Staatsminister Hendrik Hoppenstedt, dem parlamentarischen Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium Enak Ferlemann. Quelle: privat
Wunstorf

Ob es Rolf-Axel Eberhardt doch noch schafft, in seiner letzten Amtszeit (bis November 2021) den Spatenstich für die Nordumgehung zu setzen? Bisher verhindern zwei Klagen beim Oberverwaltungsgericht (OVG) Lüneburg von Grundstückseigentümer den Baubeginn der Nordumgehung.

Lechner und Hoppenstedt wollen raschen Baubeginn

Dass das Straßenbauvorhaben trotz Klagen zügig realisiert werden kann, dafür setzten sich jetzt die CDU-Politiker Sebastian Lechner und Hendrik Hoppenstedt mit Nachdruck ein. Auf Initiative des Staatsministers Hoppenstedt wurde in Berlin ein Runder Tisch mit den verantwortlichen Akteuren für den Bau der Ortsumgehung einberufen. Das Ziel Hoppenstedts und Lechners: Für die Unterstützung einer Teilrealisierung der Ortsumgehung werben, das beklagte Stück Land zu umgehen und ein baldiger Baubeginn des Teilabschnitts.

Lechner zeigte sich mit den Ergebnissen der Gesprächsrunde zufrieden. „Wir haben die konkrete Zusage vom Wirtschaftsministerium bekommen, dass eine verkehrliche Prüfung durchgeführt werde, um zu klären, ob die Realisierung eines Teilabschnitts möglich ist.“ Diese Prüfung solle in den nächsten drei Monaten geschehen. Lechner weiter: „Die baulichen Vorplanungen könnten dann bis 2020/21 fertig sein, sodass wir bereits 2021 anfangen könnten zu bauen.“ Auch wenn die Klagen erfolgreich wären, müsste dann nur dieser Teilabschnitt neu geplant werden, aber nicht die gesamte Nordumgehung. „Aus unserer Sicht behindern die Klagen das Bauvorhaben nicht, und wir glauben auch nicht, dass diese Erfolg haben werden“, sagte Lechner.

Landwirt Speckhan will an Klage festhalten

Einer der weiter kämpfen will, ist der Kläger Rudolf Speckhan. Der Landwirt aus Blumenau würde durch die geplante Nordumgehung einen Teil seiner Flächen verlieren. Er sei von der Stadtverwaltung enttäuscht. „Man sagt mir immer, es werde sich alles mit dem Flurbereinigungsverfahren klären.“ Aber einen geeigneten Ersatz haben man dem Ökobauern bisher nicht aufgezeigt. „Man bietet mir weit entfernte und schlecht-bewirtschaftete Flächen an, zum Beispiel im Überschwemmungsgebiet“, sagt Speckhan.

Auch Bürgermeister Rolf-Axel Eberhardt war extra nach Berlin gereist, um an den Gesprächen teilzunehmen. Dieser freute sich über das Engagement Hoppenstedts und Lechners. „Ich bin den beiden für die Organisation des Gesprächs sehr dankbar. Das zeigt, wie wichtig ihnen die Realisierung der Nordumgehung ist. Ich hoffe, wir kommen letztendlich zu einem Ergebnis, welches den Baubeginn vor dem Urteilsspruch des OVG Lüneburg möglich macht."

Von Marleen Gaida

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