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Region Wunstorf Nachrichten Geflüchtete ergreifen Chancen auf Arbeit
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00:21 17.09.2018
Im Internationalen Café an der Küsterstraße sind Sami Ayoubi (von links), Ahmad Ansabsabi, Agid Rostom, Gerlinde Freyberg, Sigrid Meyer, Birgit Mares und Hewa Bozan im Gespräch. Quelle: Kathrin Götze
Wunstorf

 Die ersten Schritte zum Ankommen in der neuen Heimat haben viele Geflüchtete hinter sich – wie es danach für sie weiter gehen kann, war jetzt Thema im Integrationsbeirat. Carolin Brückner ist als neues Mitglied zum Beirat gestoßen, die Teamleiterin „Markt und Integration“ im Jobcenter Wunstorf. Die Gleichstellungsbeauftragte Dorothea Diestelmeier, Geschäftsführerin im Beirat, hatte sie dafür gewonnen.

Brückner ist zuständig für die fast 200 Zuwanderer in Wunstorf, die im Jahr 2016 einen Aufenthaltstitel bekommen haben. Anerkannte Flüchtlinge werden sonst grundsätzlich von der Hauptstelle am Kabelkamp in Hannover aus betreut, für diesen Jahrgang mit besonders starker Zuwanderung waren eigene Stellen vor Ort eingerichtet worden. Nach den ersten Integrations- und Orientierungskursen sind einige nun soweit, eine Ausbildung antreten zu können.

Carolin Brückner vom Jobcenter ist neues Mitglied im Integrationsbeirat. Quelle: Jobcenter Region Hannover

Leichter haben es dabei die jungen Leute, die eine deutsche Schule besucht und einen Abschluss gemacht haben. Für die anderen sei es außerordentlich wichtig, die Sprachqualifikationen ernst zu nehmen und die entsprechenden Kurse auch abzuschließen. Wer die Chance habe, sollte auch eine Ausbildung anstreben, riet Brückner weiter. „Vielen ist das deutsche System ja nicht vertraut, und sie wollen lieber schnell in einem Hilfsjob Geld verdienen“, sagt Brückner. Da könnten vielleicht die Flüchtlingsbegleiter wertvolle Aufklärungsarbeit leisten.

Um mehr Flüchtlinge in Arbeit zu bringen, werden noch Arbeitgeber gesucht. „Wer Interesse hat, kann sich gerne bei mir melden“, sagt Brückner. Wer sich interessiert, erreicht Brückner im Jobcenter, In den Ellern 9, unter Telefon (05031) 9330-200. Sie berichtete überdies, dass auch das Projekt „Take off for Future“ wieder aufgenommen werden soll, in dem Migranten, nicht nur Flüchtlinge, auf das Arbeitsleben vorbereitet werden, etwa in Sachen Pünktlichkeit, Durchhaltevermögen und Kommunikationsfähigkeit, wobei es nicht nur um Sprache geht.

Auf dem Weg zum Abschluss könnten junge Zugewanderte vielfach weitere Unterstützung gebrauchen, sagt Brückner noch. Auch der Arbeitskreis Asyl, in dem sich die ehrenamtlichen Unterstützer austauschen, sucht noch Mitglieder, die sich auf dem Schul- und Ausbildungssektor auskennen und sich zutrauen, einem Zugewanderten im Ausbildungssystem beratend zur Seite zu stehen. Interessierte Freiwillige können sich bei der Gleichstellungsbeauftragten Diestelmeier unter Telefon (05031) 101-267 melden.

Erfolge auf einer anderen Ebene feiert der Arbeitskreis Asyl am Freitag, 28. September, in seinem Internationalen Café, Küsterstraße 3: Zwei junge Männer können nach umfangreicher Vorbereitung jetzt Studienplätze in Hannover und Göttingen aufnehmen – es sind ein angehender Ingenieur und ein Informatiker. Weitere Akademiker arbeiten mit Unterstützung vom Arbeitskreis daran, in der alten Heimat begonnene Studiengänge in Deutschland fertigstellen zu können.

Von Kathrin Götze

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