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Region Wunstorf Nachrichten Purena hat Freibad untersucht
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00:35 19.05.2018
Nach der Nichtöffnung des Freibads Bokeloh sind viele Verärgerte zur Ratssitzung erschienen. Quelle: Sven Sokoll
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Wunstorf

 Schwimmbadexperten der Firma Purena haben am Mittwoch das vorläufig geschlossene Freibad Bokeloh untersucht und sollen bis Freitag eine Stellungnahme dazu abgeben, ob es zumindest in Teilen wieder geöffnet werden kann. Am Dienstag nach Pfingsten wird der Aufsichtsrat der Bäderbetriebe dann darüber befinden. Das hat Bürgermeister Rolf-Axel Eberhardt am Mittwochabend in der Ratssitzung mitgeteilt, die viele verärgerte Bokeloher und Badfreunde besuchten.

Der Ärger resultierte vor allem aus der kurzfristigen Entscheidung von Montagnachmittag, die dazu führte, dass am Dienstag viele Schwimmfreunde vor verschlossener Tür standen und nur einen nüchternen Zettel an der Tür vorfanden. „Warum hat sich niemand nach Bokeloh begeben, um die Menschen besser zu informieren?“, fragte Marion Nowak von der Badinitiative. Hintergrund des zeitlichen Ablaufs war offenbar, dass der Betriebsleiter des Bades am Montag aus dem Urlaub zurückkehrte und es ablehnte, angesichts der vorhandenen Schäden die Verantwortung für einen öffentlichen Badebetrieb zu übernehmen. „Die Frage, warum es nicht früher ging, ist für mich extrem spannend“, sagte Ratsherr Nicolai Balzer (CDU), und auch die Aufsichtsratsvorsitzende Kirsten Riedel (SPD) räumte noch Klärungsbedarf an der Stelle ein.

Vertreter des TSV Bokeloh zeigten sich in der Ratssitzung in großer Sorge, dass der Triathlon am 26. Mai wie schon vor zwei Jahren wieder abgesagt werden muss, als das Bad die ganze Saison über geschlossen blieb. Immerhin sind für die Großveranstaltungen auch schon viele Ausgaben getätigt worden. Das Schwimmerbecken steht ja zur Verfügung, die Frage ist nur, welche Bereiche daneben abgesperrt werden müssen, um Risiken auszuschließen. Riedel sagte zu, alles dafür dazu tun, damit der Triathlon stattfinden kann – wie auch damit das Bad bald wieder zu nutzen sein wird.

Vorwürfe aus der Einwohnerschaft zielten auch immer wieder darauf, dass das Bad gezielt vernachlässigt werde. Dass die erklärte Politik des Rates darin bestehe, das Freibad Bokeloh so lange zu erhalten, wie es technisch und wirtschaftlich möglich ist, betonten Riedel und Balzer gleichermaßen. Eberhardt kündigte auch an, eine Zusammenstellung zu veröffentlichen, was in den vergangenen Jahren alles in Bokeloh investiert wurde, um den Badbetrieb aufrecht zu erhalten: „Das sind erhebliche Summen“, betonte er.

Die Firma Purena hatte die Bäderbetriebe schon vor zwei Jahren beraten und schließlich eine Lösung gefunden. Zweifelhaft ist im Moment vor allem die Lage im Bereich des Nichtschwimmerbeckens, das derzeit auf Wasserverluste kontrolliert wird. Leckagen könnten zu gefährlichen Erdlöchern führen.  Das Babyplanschbecken, so heißt es, ist wohl nicht mehr zu reparieren. Probleme gibt es auch mit einer ausgefallenen Druckerhöhungsanlage, die für den Betrieb der Außenduschen notwendig ist. Ein Ersatzanlage ist nur mit langen Lieferzeiten zu beschaffen.

Keine Fußgängerzone in Steinhude

Beschlüsse hat der Rat am Mittwoch auch gefasst. Wie sich in den Gremien davor schon abgezeichnet hatte, verzichtete er dabei aber darauf, im Steinhuder Ortskern während der Saison eine tägliche Fußgängerzone auszuweisen. Stattdessen soll die bisherige Regelung nur für die Wochenenden bleiben, die aber nun schon freitags um 13 Uhr beginnt. Im Bereich Am Anger/Ottenlock werden die Bereiche mit einer Parkscheibenregelung ausgeweitet, und eine Arbeitsgruppe wird beauftragt, sich mit umfassenderen Konzepten für die künftige Verkehrsführung im Erholungsort zu beschäftigen.

Von Sven Sokoll

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