Menü
Neue Presse | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Nachrichten Umlagerung der Asbestschlammhalde wird teurer als gedacht
Region Wunstorf Nachrichten Umlagerung der Asbestschlammhalde wird teurer als gedacht
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:17 15.12.2008
Die Asbestzementschlammhalde der Firma Fulgurit. Quelle: Rainer Surrey
Anzeige

Das ergab eine neue Berechnung der Verwaltung. Die Lücke soll aus dem eigenen Haushalts geschlossen werden soll. Bisher war der Eigenanteil der Region mit 500 000 Euro beziffert worden, knapp 3,5 Millionen Euro sollen aus Fördertöpfen von EU und Land bestritten werden. Hinzu kommen Zahlungen der Stadt Wunstorf (100.000) und einer Tochtergesellschaft der Spedition Neukirch (600.000 Euro), die das frei werdende Gelände kaufen will. An diesem Dienstag soll der Umweltausschuss über die Mehrausgabe für die Region beschließen.

Kritiker der Verlagerung nutzen die neue Kalkulation, um erneut auf ihre Sorgen aufmerksam zu machen. Almuth Peters-Bröking, Sprecherin des Umweltschutzvereins Isernhagen, kritisiert vor allem, dass die Entscheidung über den Zuschuss noch im September fallen soll – „also bevor am 1. Oktober der Anhörungstermin zum Planfeststellungsverfahren stattfindet und bevor überhaupt erst vom Gewerbeaufsichtsamt über die Zulässigkeit der strittigen Umlagerung entschieden ist“.

Gefährdet ist das Projekt wegen der Mehrkosten indes kaum. „Die Verlagerung an sich ist beschlossen“, sagt etwa Grünen-Fraktionschef Serdar Saris. „Wir geben zwar keinen Freifahrtschein für jedweden Betrag, aber an 280 000 wird es nicht scheitern.“ Sieht der Umweltausschuss dies heute genauso, wird die Regionsversammlung den Betrag aller Wahrscheinlichkeit nach in den Haushalt für 2009 einstellen.

Derweil fordern die Grünen von der Regionsverwaltung gründlichere Maßnahmen zur Sicherung der Asbestschlammtransporte. „Uns ist wichtig, dass der Transport so abgesichert ist, dass die Risiken erheblich minimiert sind“, sagt Saris. Dies könne zum Beispiel in geschlossenen Schüttgutbehältern, so genannten Big Bags, geschehen. Das aber sei nur eine Variante. „Ich hoffe, die Verwaltung zeigt uns im Ausschuss einen gangbaren Weg auf, wie der Transport vonstatten gehen kann.“

von Felix Harbart

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!
Anzeige