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Region Wunstorf Nachrichten Die Stadt findet noch genug Personal
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12:35 10.10.2018
Im Rathaus können derzeit alle Stellen noch besetzt werden. Quelle: Sokoll
Wunstorf

Die Stadtverwaltung spürt den Fachkräftemangel an einigen Stellen. Zu dauerhaft unbesetzten Stellen und damit Problemen, ihre Aufgaben zu erledigen, führt das aber bisher nicht. Das hat Stadtsprecher Alexander Stockum betont, nachdem der Niedersächsische Städte- und Gemeindebund Anfang der Woche Alarm geschlagen hat. Die Rede war davon, dass bei den Kommunen im Land schon Zehntausende Stellen nicht besetzt werden könnten.

Schwierigkeiten sieht die Stadt im technischen Bereich, wo Tiefbautechniker, Architekten und Bauingenieure oft erst nach mehreren Ausschreibungen mit geeigneten Bewerbern besetzt werden können. Außerdem sieht die Verwaltung mit Sorge auf die Entwicklung im Erziehungssektor: „Aufgrund des Ausbaus von Kita-, Krippen- und Hortplätzen ist zukünftig ein großer Mangel zu befürchten, wenn die Ausbildung nicht attraktiver ausgestaltet wird“, sagte Stockum. Deshalb wirke Bürgermeister Rolf-Axel Eberhardt über den Städtetag darauf hin, dass das Schulgeld in der Erzieherausbildung fällt und dort statt dessen auch eine duale Ausbildung mit schulischen und betrieblichen Anteilen eingeführt wird.

Keine Probleme, Stellen zu besetzten, sieht die Stadt bisher in der allgemeinen Verwaltung. Ebenso gibt es immer ausreichend Kandidaten für die Ausbildungsplätze. „Wir legen großen Wert auf attraktive Arbeitsbedingungen, Familienfreundlichkeit und ein gutes Betriebsklima im Rathaus. Das ist die Basis, um auch in Zukunft qualifizierte Mitarbeiter zu gewinnen“, beschreibt Eberhardt seinen Kurs. Dabei sieht er flexible Arbeitszeiten, Telearbeit und ein Gesundheitsmanagement als einige der Punkte, die zu guten Arbeitsbedingungen für die Mitarbeiter beitragen können.

Der Städte- und Gemeindebund hatte sich auf eine Studie der Prüfgesellschaft PWC berufen, nach der deutschlandweit bis zum Jahr 2030 wegen des demografischen Wandels 816.000 Fachkräfte im öffentlichen Sektor fehlen werden. Der Spitzenverband rät den Kommunen neben einer Verbesserung der Arbeitsbedingungen und Investionen in mehr Personal auch, Gehaltsstrukturen so zu verändern, dass Leistung belohnt werde.

Von Sven Sokoll

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