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Die Samtgemeindebürgermeister Andreas Günther (von links), Jörn Wedemeier und Mike Schmidt streben eine Fusion an.

Die Samtgemeindebürgermeister Andreas Günther (von links), Jörn Wedemeier und Mike Schmidt streben eine Fusion an.
© Roger Grabowski

Hagenburg

Drei Samtgemeinden streben Fusion an

Gehört Hagenburg bald „Nordschaumburg“ an? Die Bürgermeister von Sachsenhagen, Nenndorf und Lindhorst wollen über eine gemeinsame Samtgemeinde reden.

Hagenburg.  Es ist ein kommunalpolitischer Paukenschlag: Die Samtgemeinde Sachsenhagen, zu der Hagenburg gehört, will mit Nenndorf und Lindhorst über einen Zusammenschluss verhandeln. Entsprechende Pläne haben die drei Verwaltungschefs am Mittwoch offiziell bestätigt. Damit würde die Stadt Rinteln als bislang größte Kommune Schaumburgs durch die neue Großgemeinde „Nordschaumburg“ mit dann rund 34.500 Einwohnern abgelöst.

Die Fusion werde zum nächsten Kommunalwahltermin im Jahr 2021 angestrebt, kündigten die Samtgemeinde-Bürgermeister Mike Schmidt (Nenndorf), Andreas Günther (Lindhorst) und Jörn Wedemeier (Sachsenhagen) in einer gemeinsamen Pressekonferenz an. Am Bestand der insgesamt zwölf Mitgliedsgemeinden solle nicht gerüttelt werden, heißt es.

Von einer Bündelung der Verwaltungsstrukturen erhoffe man sich nicht nur nennenswerte Einsparungen, sondern vor allem Mehreinnahmen infolge höherer Schlüsselzuweisungen. Dabei handelt es sich um Geld, das das Land im Rahmen des kommunalen Finanzausgleichs an Gemeinden überweist und das diese für Aufgaben ihres Verwaltungshaushalts einsetzen können. Für Nenndorf, Sachsenhagen und Lindhorst würde die Verschmelzung ein jährliches Plus von zusammen 3,5 Millionen Euro bedeuten.

Alle drei Bürgermeister betonten, für weitere Partner offen zu sein. Zunächst einmal gehe es ihnen darum, einen Anstoß für notwendige Reformen zu geben. Auf Dauer seien kleinere Kommunen ohne Kooperationen mit den wachsenden Aufgaben auch in personeller Hinsicht überfordert.

Bis zum Sommer dieses Jahres sollen nicht nur die Räte der drei Samtgemeinden, sondern auch die zwölf Mitgliedsgemeinden grünes Licht für Fusionsgespräche geben.

Die Idee zur Fusion kommt nicht ganz überraschend. Hinter verschlossenen Türen denkt eine Gruppe von Bürgermeistern schon seit Längerem über Kooperationsmodelle nach. Ziel ist es, die Gemeinden und damit auch den Landkreis insgesamt schlagkräftiger zu machen. Nach Informationen der Schaumburger Nachrichten sieht ein Szenario die Reduzierung auf vier große Einheitsgemeinden vor: Demnach würde das Auetal Rinteln zugeschlagen (etwa 32.000 Einwohner), während Bückeburg mit Bad Eilsen und Obernkirchen zu einer Stadt beziehungsweise Gemeinde verschmolzen würde (36.000 Einwohner).

Stadthagen als Kreisstadt würde in dieser Überlegung mit Nienstädt, Niedernwöhren und ursprünglich auch Lindhorst zusammengehen (48.000 Einwohner). Sachsenhagen, Nenndorf und Rodenberg hätten demnach eine vierte Kommune (42.200 Einwohner) gebildet, die direkt an die Region Hannover angrenzt.

Rodenberg habe derzeit aber kein Interesse an einer Fusion gezeigt, berichtet Nenndorfs Verwaltungschef Schmidt. Vor diesem Hintergrund sei Lindhorst ins Spiel gekommen. Man sei in der Runde jedoch weiterhin für Alternativoptionen offen.

Von Marc Fügmann


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