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09:11 16.03.2018
In der neu gestalteten Fischerstube läuft jetzt regelmäßig der Film "Das letzte Boot im Herbst". Quelle: Sven Sokoll
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Steinhude

 Wenn Besucher nach dem Saisonbeginn ins Steinhuder Fischer- und Webermuseum kommen, stoßen sie jetzt gleich auf bewegte Bilder. Auf einem neuen Bildschirm, den die Volksbank Nienburg gestiftet hat, läuft der Film „Das letzte Boot im Herbst“ von 1936, der das alte Steinhude dokumentiert. Zugleich lockt er die Besucher vom Eingang in die neu gestaltete Fischerstube. „Wir erklären dort auch alte Gegenstände wie die Aalpuppen, die es heute hier nicht mehr gibt“, sagt Museumsleiterin Verena Walter-Bockhorn.

Die Besucher stoßen aber auch auf Erläuterungen zum Fischerkreidag und zum Brassenschlag, historische Fotos und neue Exponate zur Fischerei, die dem Museum überlassen worden sind. Auch im Stall sind Informationen etwa zum Teeren der Netze und zur Eisfischerei zusammengestellt worden. „Die Fischerei nimmt jetzt insgesamt einen größeren Raum bei uns ein“, sagt die Leiterin. In der Spielzeugsammlung im Spieker ist zudem zur neuen Saison ein gespendetes Puppenzimmer aufgestellt worden, das aus der Zeit um 1900 stammt und etwa ein halbes Jahrhundert lang benutzt wurde.

Noch hinter den Kulissen arbeitet der Monatspraktikant Lukas Bartels, um den Beitrag des Museums zur Weimarer-Republik-Austellung vorzubereiten. Mehrere Partner aus der Stadt wollen sie im nächsten Jahr gemeinsam zeigen. Der Geschichts- und Theologiestudent sucht in alten Zeitungen Hinweise darauf, wie die Zeit der ersten deutschen Republik sich in Steinhude gestaltete. „Das bürgerliche Leben blühte hier durchaus auf“, hat er schon herausgefunden. Das zeigt sich am Bau der Wochenendhäuser an der Lütjen Deile und des Strandbads, aber auch schon an den ersten regelmäßigen Verkehrsstaus durch Ausflüglern und Konflikten mit dem Naturschutz. Der Wassersport entwickelte sich stark. 

„Der erste Schock für den Ort ist dann die Liquidation der Lederfabrik im Jahr 1929 gewesen“, sagte Walter-Bockhorn. 150 Arbeitsplätze waren damals in Gefahr, die Mehrheitsaktionärin war seinerzeit die Dresdner Bank. Wie das weitere Schicksal des Betriebs und seiner Mitarbeiter war, wird während der Forschungen noch ein wichtiges Thema sein. Bilder und Dokumente dazu wären sehr willkommen, wie auch andere mögliche Exponate zu der Zeit.

Museumsleiterin Verena Walter-Bockhorn und Praktikant Lukas Bartels laden zum Frühlingserwachen ein. Quelle: Sven Sokoll

21 Aussteller gestalten das „Frühlingserwachen“

21 Aussteller tummeln sich am Wochenende 17./18. März beim Saisonstart im Museum und präsentieren Kunsthandwerk, das auf Ostern und den Frühling einstimmt. Unter den Erzeugnissen sind Tiffany-Produkte, Holz, Keramik, Farbverlaufsgarn, Taschen, Acryllampen und Kreatives aus Glasflaschen. Nach dem Gastspiel bei der Nostalgischen Weihnacht werden auch die Deutschen Hexen wieder einen Stand haben. Im Stall wird eine „Hasenbäckerei“ aktiv sein. Besucher können sich mit Kaffee, Kakao und Waffeln stärken.

Das Fischer- und Webermuseum, Neuer Winkel 8, ist während des „Frühlingserwachens“ am Sonnabend von 13 bis 17 Uhr und am Sonntag von 11 bis 17 Uhr geöffnet. Der Eintritt kostet 2 Euro, für Kinder ist er frei.

Von Sven Sokoll

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