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Auf dem früheren Raulwing-Gelände an der Bleichenstraße soll unter anderem ein Pflegeheim entstehen.

Auf dem früheren Raulwing-Gelände an der Bleichenstraße soll unter anderem ein Pflegeheim entstehen.
© Sven Sokoll

Wunstorf

Pflegeheim und Kita werden geplant

Die Wirtschaftshaus AG plant ein Pflegeheim und Seniorenwohnen auf dem früheren Raulwing-Gelände in Steinhude. Die Stadt setzt sich dafür ein, das auch noch mit Kinderbetreuung zu verbinden.

Steinhude.  Wenn die aktuellen Ideen umgesetzt werden, könnte zwischen Bleichenstraße und Fuhrenweg in Steinhude demnächst neue Infrastruktur für den Ort entstehen. Das Projekt treibt die Garbsener Wirtschaftshaus-Gruppe voran, die sich zunächst das gut 7000 Quadratmeter große Gelände des früheren Möbelunternehmens Raulwing gesichert hatte. In einem Gespräch mit der Stadt seien die Pläne dann aber noch gewachsen, wie Finanzvorstand Harald Senftleben berichtete.

Nachdem Wirtschaftshaus die Fläche von den Betreibern der nahen Weberei Seegers gekauft hat, hat das Unternehmen ein Konzept entwickelt, das vor allem auf Senioren zielt. Es sieht ein Pflegeheim mit 77 Plätzen, 58 kleine Wohnungen für betreutes Wohnen und einen Generationenpark vor. Als Betreiber hat sich bereits die Firma Tegeler gefunden. 

Im Gespräch mit der Stadt hat diese aber noch vorgeschlagen, eine Kindertagesstätte in das Projekt mit einzubinden. „Daran wären wir sehr interessiert“, bestätigte Bürgermeister Rolf-Axel Eberhardt. Die Investoren sehen durchaus auch Optionen, dafür noch weitere Flächen hinzuzunehmen. Bei der Stadt könnte das notwendige Bebauungsplanverfahren mit der Kita dann vorrangig behandelt werden, dauert aber in der Regel immer eineinhalb Jahren. Ein Träger der Kinderbetreuung müsste dann noch gesucht werden.

Eberhardt betont allerdings, dass die Politik bisher noch nicht involviert war und diese im neuen Jahr auch noch eine Liste der vielen anstehenden Bauprojekte bekommt, zu der sie eine Reihenfolge der Prioritäten festlegen muss. Denn die Bauverwaltung ist derzeit stark belastet. Er geht aber davon aus, dass das Projekt schnell abgearbeitet werden kann, wenn die Investoren ihre notwendigen Hausausgaben machen.

Mit dem generellen Konzept der Wirtschaftshaus AG ist Eberhardt einverstanden, es passe dort gut hin. Zu dem stationären  Pflegeheim hat die Stadt zwar darauf  hingewiesen, dass die Region Neueinrichtungen zustimmen muss und mittlerweile auf einen Mix mit anderen Formen geachtet wird. „Allerdings fehlen in Steinhude ja noch Pflegeplätze“, sagt der Bürgermeister.  

Bei den Wohnungen hat die Stadt den Wunsch geäußert, einen Teil des Angebots auch für andere Zielgruppen zu öffnen, wie Eberhardt sagt: „Es würde Sinn machen, dort auch jüngere Familien mit unterzubringen.“ Eine solche Mischung der Generationen wäre in seinen Augen zukunftsträchtig. 

Die Unternehmerfamilie Seegers hatte nach dem Abriss der alten Betriebsgebäude vor zwei Jahren die Fläche eigentlich selbst mit seniorengerechten Wohnformen entwicken wollen. Nun hat sie sich aber doch von dem Areal getrennt. 

Von Sven Sokoll


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  • ... bekannt für seine Lage am Steinhuder Meer
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