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Region Wunstorf Nachrichten CDU Steinhude will Weg am Wasser nicht
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00:46 22.04.2018
Blick von der Hafenstraße zum Ferienpark. Dort soll der Uferweg entstehen. Quelle: Sven Sokoll
Steinhude

 Die Haushaltswünsche der Steinhuder Ortsratsfraktionen haben sich gut überein bringen lassen. Dafür wurde am Ende über einen Punkt noch kräftig gestritten. Die rot-gelb-grüne Mehrheitsgruppe hatte 80.000 Euro für den Bau des Fußwegs  von der Hafenstraße entlang der Uferkante bis zum Nordlandgelände eingestellt, für den es seit zehn Jahren einen beschlossenen Bebauungsplan gibt. Die Stadt hat sich auch schon Flächen gesichert, wenn auch ein Rechtsstreit noch anhält. 

Die CDU reagiert auf den Ansatz ablehnend. „Wir waren immer dagegen“, sagte Christiane Schweer, und Michael Oswald ergänzte: „Wir sehen damit keine Attraktivitätssteigerung, außerdem fehlt auf dem Nordlandgelände eine sinnvolle Fortsetzung für den Weg.“ Ulrike Pickert-Maaß (SPD) betonte aber: „Steinhude braucht eine touristische Entwicklung, und dazu zählen auch neue Zugänge zum Wasser.“

Bei den Straßenausbauten sprachen sich CDU und AfD dafür aus, eine Pause einzulegen, weil es in nächster Zeit Änderungen beim Finanzierungsmodell geben könnte. Die Straßenausbaubeiträge sind schon länger strittig. Jetzt hat auch noch das Bundesverfassungsgericht gefordert, die Grundsteuer neu zu regeln, die als alternative Finanzierungsform im Gespräch war. Für Steinhude bedeutete das konkret, dass die angefangenen Projekte wie Am Knick und Lütjen Deile noch ausgeführt werden, weitere wie Sölterweg, und Ostenmeer dann nach der CDU-Liste aber auf die Zeit ab 2021 verschoben werden. SPD, FDP und Grüne wollen im nächsten Jahr den Ottenlock ausbauen, dem Sölterweg 2020, Ostenmeer 2021 und An der Trift 2022.

Einig waren sich die Mitglieder darüber, dass Fischer- und Webermuseum, Küsterhaus und Kunstscheune weiter gefördert werden müssen, wobei für die Kunstscheune im Gespräch ist, dass der Verkehrsverein seinen Anteil von 9000 Euro künftig nicht mehr leistet. Der Ortsrat will sich auf jeden Fall dafür einsetzen, das Angebot zu erhalten.

Bei den Schulen wünscht die Mehrheitsgruppe sich für die nächsten Jahre einen Ansatz für die notwendige Unterhaltung des Schulzentrums und will im nächsten Jahr den Umbau der Grundschule planen, damit sie 2020 für den Ganztagsschulbetrieb vorbereitet werden kann. Die CDU schlägt vor, mit Sponsorenhilfe eine neue Skatebahn zu errichten und betonte auch, dass sie in den nächsten Jahren den Wohnmobilparkplatz nicht nur erweitern, sondern auch aufwerten will. Auf der Badeinsel will sie einen Neubau für Kiosk und Sanitäranlagen, während SPD, FDP und Grüne derzeit noch von einer Umgestaltung ausgehen. Diese schlagen auch vor, eine Toilette an der Windmühle Paula zu finanzieren.

Von Sven Sokoll

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