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Region Wunstorf Nachrichten Segler Max Leßner bringt die Ostsee nach Steinhude
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00:16 01.01.2018
Max Leßner erzählt beim Seglertreff der Region Hannover von seinem sechsmonatigen Ostsee-Törn. Quelle: Fotos: Privat (3)
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Steinhude

 4609 Seemeilen, sechs Monate, zehn Länder – so lässt sich ein Segeltörn in Zahlen knapp zusammenfassen, den der heute 27-jährige Max Leßner vor drei Jahren unternommen hat. Dahinter aber verbergen sich ungezählte Geschichten, von denen der gebürtige Cuxhavener am Donnerstag, 1. Februar, beim Seglertreff Region Hannover in Steinhude erzählen wird.

Denn Leßner nutzte den Törn auf der Ostsee als Pause vom Jurastudium: „Ich habe sehr früh mein Abitur gemacht und dann gleich studiert“, sagt er. Irgendwann fand er sich im Hamsterrad wieder, zunehmend konfrontiert mit der Frage: „Wofür strenge ich mich eigentlich so an?“ Und so fasste er den Entschluss, mit einem 30 Jahre alten Schiff über die Ostsee zu segeln. Für ihn sei noch heute erstaunlich, dass die Reaktionen aus seinem Umfeld, auch an der sehr leistungsorientierten Universität, auf diesen Ausstieg durchweg positiv ausgefallen seien. 

Max Leßner erzählt beim Seglertreff der Region Hannover von seinem sechsmonatigen Ostsee-Törn. Quelle: Privat

Seine Tour umfasste Polen und Kaliningrad, das Baltikum, Törehamn, Südfinnland und St. Petersburg, Schweden mit Götakanal und dem Vänern, Skagerrak und Oslo mit Abschluss in Dänemark. Leßner berichtet von der Weite des Meere, Küstenlandschaften, dem Zauber der Mitternachtssonne und der kulturellen Vielfalt der Anrainerstaaten. Vor allem aber erfahren seine Zuhörer, wie es ist, wenn sich das Leben auf wesentliche Dinge reduziert und wenn sich Segler wie Leßner selbst genug sind auf dem Boot und der Reise.

„Ich kann das“ – sei in jener Zeit sein Lebensmotto gewesen, das bis heute nachwirke, sagt der Segler, der momentan sein Referendariat als Jurist absolviert. Dazu gehöre die Erkenntnis, die sportlichen Herausforderungen ebenso meistern zu können wie Abenteuer zu erkennen, zu genießen und zu bestehen. Über seinen Törn berichtete Leßner seinerzeit auf einer Webseite, die mehr als 500 000 Zugriffe verzeichnete – und so erhielt er nach seiner Rückkehr das Angebot, ein Buch darüber zu schreiben. „Im Zweifel für den Segelsommer“ heißt das Werk, und so hat er auch den Vortrag überschrieben.

Dabei erwarten die Besucher neben vielen Fotos und Anekdoten auch kurze Videos, die die Reise ins Binnenland transportieren sollen. Und natürlich gibt es auch eine Fragerunde, möglicherweise mit dem Klassiker aller Fragen, wie Leßner sagt: „Fast jedes Mal fragt jemand, ob ich einsam war.“ Das kann er verneinen: Allein an Bord habe er viel zu tun gehabt und keine Zeit zum Nachdenken, an Land wiederum gab es jedes Mal spannende Begegnungen mit anderen Seglern.

Max Leßner erzählt beim Seglertreff der Region Hannover von seinem sechsmonatigen Ostsee-Törn. Quelle: Privat

Der Seglertreff Region Hannover beginnt am Donnerstag, 1. Februar, um 19.30 Uhr in den Strandterrassen Steinhude, Meerstraße 2. Einen festen Eintrittspreis gibt es nicht. „Jeder sollte am Ende bezahlen, was ihm der Vortrag wert war“, sagt Max Leßner. Weitere Informationen zum Treff erhalten Interessierte unter seglertreff-region-hannover.de im Internet.

Von Antje Bismark

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