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00:15 01.01.2018
Auf der Langen Straße in Hagenburg könnte bald zumindest nachts das Tempo gedrosselt werden. Quelle: Jan Peter Wiborg
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Hagenburg

 Der Lärm auf der Bundesstraße 441 ist im Abschnitt Lange Straße besonders in den Nachtstunden für die Anwohner gesundheitsgefährdend. Das ist den Behörden bekannt und von der Gemeinde Hagenburg durch Gutachten belegt. Rat und Verwaltung in Hagenburg sind nun offenbar ihrem Ziel einen Schritt näher gekommen, zumindest für die Nachtstunden eine Tempo-30-Regelung durchzusetzen.

Der Landkreis Schaumburg hat über eine solche Anordnung als Verkehrsbehörde zu entscheiden, muss aber, weil es sich um eine Bundesstraße handelt, eine Stellungnahme der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, Geschäftsbereich Hameln, dazu einbeziehen. Auch die Fachaufsicht für den Landkreis, das Niedersächsische Wirtschafts- und Verkehrsministerium, muss gefragt werden.

Im Zuge der Vorbereitung der Unterlagen für eine mögliche Umgehungsstraße hatte die Gemeinde ein Lärmgutachten erstellen lassen. Danach kann der in der Spitze gesundheitsgefährdende Lärmpegel mithilfe einer Temporeduzierung auf 30 Stundenkilometer um rund 2,6 Dezibel gesenkt werden. Das hat ein Gutachter errechnet. Der Lärm kann also im betroffenen Straßenabschnitt im eng bebauten Bereich zwischen Ratskeller und Bohnenkamp deutlich gemindert werden.

Unterstützung bekamen die Hagenburger durch neue Richtlinien der ehemaligen rot-grünen Landesregierung, mit denen die Einführung von Tempo 30 auf Bundesstraßen erleichtert werden sollte.

Die Landesverkehrsbehörde sieht in ihrer Stellungnahme offenbar keine Gründe, die gegen eine Tempo-30-Regelung sprechen. Damit ist der Landkreis einen deutlichen Schritt weiter, bei der Entscheidungsfindung. Dessen Sprecher Klaus Heimann macht allerdings noch weiteren Klärungsbedarf mit dem Niedersächsischen Wirtschaftsministerium in Hannover aus.

Es wird also noch eine Weile dauern, bis für Hagenburg eine endgültige Entscheidung zu erwarten ist.

Von Jan Peter Wiborg

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