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Nachrichten Jugendpsychiatrie: Baubeginn verzögert sich
Region Wunstorf Nachrichten Jugendpsychiatrie: Baubeginn verzögert sich
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00:16 01.10.2018
Der kaufmännische Direktor Johannes Brack zeigt die Umbauarbeiten in der früheren Küche. Quelle: Sven Sokoll
Wunstorf

Der Bau der neuen Kinder- und Jugendpsychiatrie auf dem Gelände des Klinikums in Wunstorf wird nicht vor März nächsten Jahres beginnen. Hauptgrund dafür ist nicht ein laufender Rechtsstreit mit Anwohnern, sondern recht hohe Ergebnisse der Ausschreibungen, bei denen jetzt nachgebessert werden soll.

Die Klinik braucht mehr Platz und muss derzeit auch mit veralteten Gebäuden auskommen. Für den Neubau mit zweieinhalb Geschossen und einer Fläche von 2800 Quadratmetern hat das Land bereits vor einem Jahr einen Förderbescheid über 6,9 Millionen Euro überreicht. Das Klinikum rechnete dazu mit eigenen Kosten von knapp 2 Millionen Euro.

Bei der Ausschreibung der ersten rund 40 Prozent des ganzen Bauvorhabens ergab sich aber, dass die Angebote gut ein Fünftel über den Kostenschätzungen lagen. „Wir werden jetzt intensiv die einzelnen Gewerke durchgehen und teilweise nachverhandeln“, sagte der kaufmännische Direktor der KRH Psychiatrie, Johannes Brack. Mit dem März-Termin soll möglichst auch der Winter umgangen werden.

Parallel läuft vor dem Verwaltungsgericht ein Verfahren, das Anwohner gegen die schon länger erteilte Baugenehmigung der Stadt angestrengt haben. Sie argumentieren vor allem damit, dass der Neubau Lärm von der nahen Bahnlinie auf ihr Haus reflektiere. Zwei Eilanträge dazu hat das Gericht allerdings schon abgelehnt. Wie das Verfahren weiter geht, ist noch offen. „Es gibt sicher ein Restrisiko, aber deswegen müssen wir das Vorhaben nicht auf Eis legen. Wir haben ja auch ein großes Interesse, es umzusetzen“, sagt Brack.

Die Kinder- und Jugendpsychiatrie wird während der Bauphase auch der erste Nutzer einer neuen Ausweichstation, die derzeit in der früheren Küche des Klinikums „für eine hohe sechsstellige Summe“ entsteht. Anfang 2015 hatte das Klinikum Region Hannover eine neue Zentralküche in Empelde eröffnet, von wo aus seitdem auch die Wunstorfer Psychiatrie versorgt wird. Die Verantwortlichen gehen davon aus, dass künftig regelmäßig solche Ausweichräume benötigt werden. „Wir haben ja insgesamt einen hohen Sanierungsbedarf in den Gebäuden“, betont Brack. Die Station mit zentralen Einrichtungen und bis zu 23 Betten solle Ende des Jahres einsatzbereit werden.

Ein weiteres Bauvorhaben, für das das Land 410.000 Euro zuschießt, ist der Bau von Raucherbalkonen am Gebäude 6, das für den Maßregelvollzug gebaut ist. Für diesen geschlossenen Bereich ist das eine besondere Lösung.

Von Sven Sokoll

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