Navigation:
Bei einer Andacht mit dem Posaunenchor nimmt die Kirchengemeinde Kolenfeld ihre Kirche nach der Renovierung wieder in Betrieb.

Bei einer Andacht mit dem Posaunenchor nimmt die Kirchengemeinde Kolenfeld ihre Kirche nach der Renovierung wieder in Betrieb.
© Sven Sokoll

Wunstorf

Gemeinde nimmt ihre Kirche wieder in Besitz

Nach einem halben Jahr Renovierungszeit hat die Kirchengemeinde Kolenfeld am Dienstag ihre Kirche wiedereröffnet. Am Sonnabend können Interessierte sie auch bei einem Konzert des Musikzugs  erleben.  

Kolenfeld.  Der Geruch nach frischer Farbe hat die Besucher der Kolenfelder Kirche am Dienstagabend merken lassen, dass hier die Arbeiten gerade erst zum Ende gekommen waren. Bei einer Andacht mit dem Posaunenchor konnten sie nun aber nach einem halben Jahr Pause das Gotteshaus wieder für seinen eigentlich Zweck in Besitz nehmen. Viele nutzten die Gelegenheit, so dass die Kirche gut gefüllt war. „Die Bänke müssen auch künftig nicht geschont werden“, sagte Pastorin Christa Hafermann – sie hofft also auf eine nachhaltige Wirkung der Renovierung.

Bei einem Empfang im Gemeindehaus hatte der Kirchenvorstand sich zuvor bei allen Spendern und Helfern bedankt. Neben der Malerarbeiten war innen Putz erneuert worden, außerdem weitete sich die der notwendige Austausch von pilzbefallenen Dachbalken weiter aus als gedacht. Insgesamt wurden mehr als 300.000 Euro investiert, einschließlich einer neuen Beleuchtung. Bei einer Bilderdokumentation erhielten die Gäste des Empfangs einen Eindruck davon, was alles für Arbeiten notwendig war.

Als dem Kopf des ganzen Unternehmens bedankte Hafermann sich unter dem Applaus der Zuhörer bei ihrem Vorstandskollegen Werner Seppelt, der fast jeden Tag auf der Baustelle war, Baufirmen und Helfer koordinierte und sich um Geldquellen bemühte. „Du hast bestimmt auch noch viele neue Ecken in der Kirche entdeckt.“ Eine Lehre der Renovierung sei auch gewesen, dass die nächsten Bänke eine Nummer kleiner ausfallen sollten – sie waren nur mit viel Kraft zu bewegen. Zumindest haben die Verantwortlichen jetzt den Eindruck, dass der ganze Aufwand sich gelohnt hat.

Als ein Zeichen der vielfältigen Unterstützung für das Vorhaben schilderte die Pastorin, dass sie nach der Diamantenen Konfirmation einen Brief einer früheren Kolenfelderin bekommen hat, die heute in den USA lebt. Aus ihm flatterte eine Spende von 500 Dollar. Zum Tag der Wiedereröffnung schickte der frühere Pastor Klaus Lorenz dann noch einen gereimten Gruß aus dem Schwazwald, der beim Empfang und in der Kirche verlesen wurde.

Wie Musik in der renovierten Kirche klingt, können Interessierte auch am Sonnabend, 9. Dezember, hören. Dann gibt der Musikzug der Feuerwehr ab 17 Uhr sein Weihnachtskonzert dort.

Von Sven Sokoll


Anzeige

Wunstorf ist ...

  • ... eine Stadt westlich von Hannover mit 14 Stadtteilen und 43.000 Einwohnern
  • ... bekannt für seine Lage am Steinhuder Meer
  • ... westlichster Zipfel des Calenberger Lands
  • ... Standort des größten fliegenden Verbands der Luftwaffe und einer großen psychiatrischen Klinik
  • ... mit der vielleicht schönsten historischen Altstadt in der Region ein lohnenswertes Ausflugsziel
  • ... 6x pro Woche Thema in der Leine-Zeitung, die als Heimatzeitung in Wunstorf der Neuen Presse beiliegt. Im Abo und am Kiosk - ohne Mehrkosten.