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Nachrichten Reichsbürger gibt es nur vereinzelt
Region Wunstorf Nachrichten Reichsbürger gibt es nur vereinzelt
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00:17 14.10.2018
Die sogenannten Reichsbürger sprechen der Bundesrepublik meist die Existenz ab. Quelle: picture alliance / dpa
Wunstorf

Als der Neustädter Amtsgerichtsdirektor Michael Giers der Justizministerin Barbara Havliza gegenüber bei ihrem Besuch den Wunsch nach mehr Sicherheit ausgesprochen hat, hat er das auch mit einzelnen Anhängern der Reichsbürgerbewegung aus Wunstorf begründet. Groß ist die Szene aber offenbar nicht. Als die Kommunen nach der tödlichen Verletzung eines bayerischen Polizisten nach einer Absprache der Innenministerien den Mitgliedern der Szene Waffenscheine entziehen sollte, gab es in Wunstorf nur einen entsprechenden Fall. „Die Entwaffnung bereits im vergangenen Jahr hat auch nicht zu Problemen geführt“, sagte Stadtsprecher Alexander Stockum.

In der Bewegung gibt es unterschiedliche Ausprägungen, doch in der Regel bestreiten ihre Anhänger die Legitimation der Bundesrepublik und ihrer Behörden. Vielfach werden kommissarische Regierungen für das angeblich weiter bestehende Deutsche Reich organisiert, die auch offiziell anmutende Dokumente ausgeben und deren UnterstützSchriftstücke mit ihren verqueren Ansichten auch an Ämter verschicken, mit denen sie in Konflikte geraten.

„Wir hatten solche Schreiben auch bei uns, aber in den letzten Monaten haben wir hier davon nichts mehr gesehen“, sagt Michael Fieber, Leiter des Kriminal-Ermittlungsdienstes. In Wunstorf habe es zwei oder drei Verdachtsfälle für Angehörige der Bewegung geben, die unter Beobachtung seien. „Problemfälle haben wir aber keine.“

Giers sagte jetzt, dass es nach den Erkenntnissen des Gerichts auch in Garbsen ähnlich wie in Wunstorf vereinzelt „Reichsbürger“ gibt. „Es gibt aber auch viele Trittbrettfahrer“, betont er, deshalb seien sie schwer wirklich zuzuordnen. Vielfach wollten sie nur vermeiden, ein Knöllchen bezahlen zu müssen, indem sie die Existenz des ganzen Staates bestreiten.

Von Sven Sokoll

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