Menü
Neue Presse | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Nachrichten Werbung: Stadt will nachsteuern
Region Wunstorf Nachrichten Werbung: Stadt will nachsteuern
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:21 01.06.2018
Mit einer Satzung will die Stadt auf behutsame Werbung in der Wunstorfer Kernstadt hinwirken - hier die Lange Straße. Quelle: Sven Sokoll
Wunstorf

Das Bild der Wunstorfer Altstadt wird an vielen Stellen noch von der historischen Baustruktur geprägt. Um diese Ansicht vor überbordender kommerzieller Werbung zu schützen, hat die Politik der Stadtverwaltung vor zwei Jahren den Auftrag erteilt, dafür eine eigene Gestaltungssatzung zu erarbeiten. Ein erster Entwurf liegt jetzt vor, den der Verwaltungsausschuss im Juni beschließen soll.

Regelungen dazu standen bisher schon in der Gestaltungssatzung der Kernstadt. Seit 2002 beriet die Stadt Antragsteller zu möglichen Werbeformen, meist mit einvernehmlichen Lösungen. In einer Auseinandersetzung um eine beantragte große Werbeanlage für einen auswärtigen Betrieb, die die Verwaltung verhindern will, sind aber Zweifel aufgekommen, ob die bisherigen Regelungen rechtlich Bestand haben werden. So kam es zu diesem neuen Anlauf.

Dabei geht es vor allem darum, die Werbung für Unternehmen zu verhindern, die nicht auch in der Innenstadt ihr Geschäft betreiben – dafür hatte die Stadt immer häufiger solche Anfragen bekommen, die aus ihrer Sicht nach Größe und Form nicht mehr angemessen waren. Als erster Schritt wurde der aktuelle Bestand der Werbeanlagen dokumentiert, wobei die Planer sie insgesamt noch als harmonisch betrachten. Die bisherigen Möglichkeiten, auf sich aufmerksam zu machen, sollen im wesentlichen auch erhalten bleiben. Ausgenommen von der Satzung ist auch die Werbung etwa für kulturelle oder sportliche Veranstaltungen.

In der Wunstorfer Fußgängerzone und angrenzenden Bereichen sollen abgestufte Regeln für Werbeanlagen gelten. Quelle: Stadt Wunstorf

„Wenn Werbeanlagen im Stadtraum uneingeschränkt zulässig sind, kann eine Beeinträchtigung der eigenen beabsichtigen Wirkung –nämlich deutlich wahrgenommen zu werden – eintreten“, wirbt die Stadt in der Begründung für deutliche Vorgaben. Denn sonst müssten die Werber immer versuchen, sich gegenseitig zu übertrumpfen. Im Kernbereich mit der Fußgängerzone und angrenzenden Straßen werden fünf Zonen gebildet, in denen unterschiedlich strenge Regeln gelten sollen. Überall sind dort Werbeanlagen nur an der „Stätte der Leistung“ zulässig und sollen sich in das Straßenbild einfügen. Freistehende Werbung darf höchstens 50 mal 50 Zentimeter groß sein.

Werbung mit aggressiven Lichteffekten ist nur in äußeren Zone 5 erlaubt, also in den Zufahrtsbereichen In den Ellern und Am Stadtgraben. So solle ein „Las-Vegas-Effekt“ in den anderen Kernbereichen verhindert werden. Zum Teil sehr detaillierte Regelungen gibt es auch, welche Flächen die Anlagen proportional zur Fassadenbreite einnehmen dürfen – überall 40 Prozent – oder zur Fensterfläche: Dort schwankt die Grenze je nach Zone zwischen 20 und 50 Prozent. Auch zum Wandabstand und den Formaten von Auslegern vor den Geschäften gibt es Vorgaben.

Einen Bonus gibt es allerdings, wenn die Geschäftsleute für die Werbung Einzelbuchstaben verwenden, die die Gebäude besser erkennbar lassen. Damit dürfen bis zu 70 Prozent der Fassadenbreite belegt werden. Zur Orientierung gibt es dazu im Anhang der Satzung auch mehrere positive Beispiel als Foto.

Von Sven Sokoll

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 00:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Diverse Vögel warten im Tierheim Wunstorf auf neue Besitzer. Die Tiere der Woche sollen in ihrem neuen Zuhause mindestens einen Artgenossen vorfinden. Vorteilhaft wäre ein Umzug in eine große Voliere.

31.05.2018

Bei der DLRG-Ortsgruppe gibt es wieder kühle Getränke. Der alte Kühlschrank war defekt, ein neues Gerät musste her. Marktkauf in Wunstorf hat dem Verein einen freistehenden Kühlschrank geschenkt.

31.05.2018

Seit Montag entstehen neue Umkleiden und Sanitäranlagen an den Sportplätzen in der Barne. Der TuS und der 1. FC Wunstorf haben dafür 25.000 Euro Spenden eingeworben.

31.05.2018