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Die marode Brücke über den Hagenburger Kanal soll durch einen Neubau ersetzt werden.

Die marode Brücke über den Hagenburger Kanal soll durch einen Neubau ersetzt werden.
© Jan Peter Wiborg

Hagenburg

Brücke über Kanal soll ersetzt werden

Die Gemeinde Hagenburg will die Holzbrücke über den Hagenburger Kanal im Verlauf des Radweges um das Steinhuder Meer erneuern. Der Neubau soll etwas weniger steil werden.

Hagenburg.  Sie ist eines der wichtigsten Postkartenmotive in Hagenburg und ein bedeutender Teil des Steinhuder-Meer-Rundweges, aber in die Jahre gekommen: Die abgängige Brücke über den Hagenburger Kanal wird vermutlich nun doch ersetzt.

Der Bau- und Planungsausschuss der Gemeinde Hagenburg hat einem Antrag zugestimmt, dass für den Bau einer neuen Brücke Geld aus dem Leader-Programm beantragt werden soll. Der Gemeinde liegt eine Kalkulation über rund 40 000 Euro für das neue Holzbauwerk vor. Diesen Plänen muss der Rat noch zustimmen.

In den politischen Gremien war ein Vorstoß der Verwaltung abgelehnt worden, die nicht nur abgängige, sondern auch nicht barrierefreie Brücke abzureißen und den Rad- und Fußgängerverkehr auf dem Steinhuder-Meer-Rundweg am Moorgarten und der Vorderseite des Schlosses vorbei durch die Rhododendronallee zum Kanaldamm zu führen.

Als Teil der Planungen für einen barrierefreien Radweg rund um das Steinhuder Meer ist geprüft worden, inwieweit die Brücke barrierefrei, das heißt ohne Anstieg auf Mindesthöhe ausgeführt werden kann. Dies hatte offenbar zu keinem konkreten Ergebnis geführt. Anfänglich hatte die Region Hannover sogar laut über eine lange Rampe mit Auffahrt nachgedacht.

Stattdessen wird es nun eine neue Brücke geben, die voraussichtlich mit einer mittleren Höhe von 1,60 Metern nicht mehr ganz so steil ausfallen wird.

Wie hoch die Brücke sein darf, hängt allerdings nicht nur von den Planungen der Gemeinde ab. Als ehemaligem Eigentümer des Schlossgrundstückes stehen der Fürstlichen Hofkammer weiterhin Durchfahrtsrechte zu. Ohne Not wollte nach Angaben der Gemeinde die Hofkammer nicht auf diese Rechte verzichten, allerdings verwies sie an die Besitzerfamilie Frantz, die in Gesprächen eine Höhe von 1,60 Metern für ausreichend befand.

Probleme hatte die alte, rund 90 Zentimeter höhere Brücke in den vergangenen Jahren nicht nur bei Menschen mit motorischen Einschränkungen verursacht: Wiederholt sind Fußgänger und Radfahrer bei Nässe oder Glätte auf dem extrem rutschigen Holz gestürzt, vor einiger Zeit ist ein Warnschild aufgestellt worden.

Von Jan Peter Wiborg


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